Das neue Release steht in den Startlöchern – mit zahlreichen Highlights und vielen neuen Möglichkeiten.

In wenigen Wochen erscheint das nächste Release von ArcGIS Pro: Version 2.2. Auch diesmal gibt es zahlreiche Neuerungen in allen Bereichen. Einige Highlights seien vorab schon einmal vorgestellt.

Full Motion Video: Jetzt mit ArcGIS Image Analyst verfügbar

Mit Full Motion Video (FMV) lassen sich Videodaten mit Raumbezug in einer Karte wiedergeben und analysieren. Die Videodaten stammen aus unterschiedlichsten Quellen, zum Beispiel aus unbemannten Flugsystemen wie Drohnen, satellitengestützten Sensorsystemen, Fahrzeugkameras, mobilen Kameras oder auch stationären Kameras für die permanente Überwachung, wie sie etwa an Autobahnen verwendet werden. Während der Videowiedergabe werden Video-Frame-Footprint und Sensorposition auf die Karte projiziert und angezeigt. Merkmale können entweder in der Karte selbst oder im mit der Karte verknüpften Video-Player erfasst, bearbeitet und analysiert werden.
FMV bietet eine fundierte Entscheidungsunterstützung in operativen Szenarien und ist besonders geeignet für Echtzeit- und Situationsanalysen sowie für aktuelle Lagebilder.

Abbildung 1: Arbeiten mit Full Motion Video 

Integration von Echtzeitdaten

Mit den Stream-Layern hält ein neuer Layer-Typ Einzug in ArcGIS Pro, für die Anzeige von Echtzeit-Streaming-Daten aus einem Stream-Service. Stream-Layer aktualisieren sich dynamisch entsprechend des Datenstroms, der vom Stream-Service gesendet wird. Verwendung und Symbolisierung von Stream-Layern sind ähnlich wie bei Standard-Feature-Layern. Aktuelle Beobachtungen eines Streams lassen sich mit Einzelsymbolen, Einzelwerten, abgestuften Farben bzw. abgestuften Symbolen symbolisieren. Ebenso können vorangegangene Beobachtungen symbolisiert werden.

Einblicke in verborgende Strukturen

Das Toolset der interaktiven 3D-Analyse ist um ein neues Werkzeug reicher: Das Werkzeug “Ausschneiden” (Slice) ist neu hinzugekommen. Verborgene Strukturen und Inhalte, die von anderen Inhalten in einer Szene verdeckt werden, lassen sich mit Flächen bzw. Volumenkörpern (Box, Kugel, Zylinder) interaktiv freilegen. Auf diese Weise kann man in Gebäude blicken, geologische Schichten erkunden oder sonstige Volumenkörper untersuchen. Ein hochspannendes Tool, nicht nur für Geologen!

Abbildung 2: Das neue Werkzeug „Ausschneiden“ (Slice)

Mit Batch-Geoverarbeitung Workflows beschleunigen

Die Batch-Geoverarbeitung erlaubt das automatisierte mehrfache Ausführen eines Werkzeugs mit vielen Eingabe-Datensätzen oder unterschiedlichen Parametern. So können beispielsweise Puffer mit dem jeweils gleichen Abstand für mehrere Feature-Classes berechnet werden oder mehrere Layer auf ein Untersuchungsgebiet zugeschnitten werden. Auf diese Weise wird die Ausführung wiederkehrender Arbeitsschritte durch den optionalen Batch-Modus für Geoverarbeitungswerkzeuge vereinfacht.

Bald ist es soweit!

Wie eingangs erwähnt – dies sind nur einige der vielen Highlights und Innovationen im kommenden Release ArcGIS Pro 2.2. Ein umfassender Überblick über neue spannende und nützliche Funktionen im anstehenden Release folgt zum Release in wenigen Wochen.