ArcGIS QuickCapture ist eine App für den mobilen Einsatz, mit der möglichst schnell und mit möglichst wenig Interaktion, Daten erfasst werden können. Dank des Dezember 2021 Updates gibt es nun auch die Funktionalität zur Positionsverfolgung in ArcGIS QuickCapture.

ArcGIS QuickCapture ist der schnellste Weg zum Erfassen von Beobachtungen im Außendienst. Ganz gleich, ob Sie nach Standorten suchen oder Schäden erfassen: Mit dieser einfach zu nutzenden App können Sie im Außendienst schnell Beobachtungen aufzeichnen, auch während Sie in Bewegung sind, z.B. in einem Fahrzeug.
Das Update vom Dezember 2021 (Version 1.12) bringt eine wichtige Funktion des ArcGIS Systems auch zur ArcGIS QuickCapture: die Standortverfolgung. Also die Möglichkeit die Position der Nutzer*innen aufzuzeichnen und für das gesamte ArcGIS System verfügbar zu machen. Wie immer bei der Positionsverfolgung bei ArcGIS Anwendungen: Alles ist transparent, für den Nutzenden ist das Tracking immer offensichtlich und abschaltbar.

Positionsverfolgung in ArcGIS

Die Positionsverfolgung in ArcGIS Umgebungen ist eine Eigenschaft, die Sie in ArcGIS Online oder ArcGIS Enterprise nutzen können. Das Aufzeichnen und Senden der Position an Ihr eigenes ArcGIS Backend kann für die ArcGIS Apps Field Map, ArcGIS Indoors und jetzt neu für ArcGIS QuickCapture konfiguriert werden.

Die Positionsverfolgung unterliegt speziellen Regeln in ArcGIS: Es werden keine Informationen an Esri geschickt, nur an Ihre eigene ArcGIS Umgebung. Im Falle von ArcGIS Online werden die Informationen verschlüsselt gesendet und gespeichert und sind nur für Ihre Administrator*innen verfügbar und konfigurierbar. Die Aktivierung der Positionsverfolgung ist für den mobilen Nutzenden immer erkennbar und die Einsicht in die gespeicherten Daten unterliegt gesonderten Freigabeprozessen.

Wenn die Verfolgung aktiviert ist, wird die letzte bekannte Position regelmäßig an das ArcGIS Backend geschickt und es erfolgt eine konfigurierbare Aufzeichnung der Historie. Die Informationen können, bei entsprechender Berechtigung, in einem Dashboard ausgewertet werden. Dadurch können Workflows für Situational Awareness realisiert werden, bei denen es wichtig ist, zu wissen wer wann wo ist bzw. war. Zusätzlich können die Daten dazu dienen, einen Arbeitsnachweis zu liefern.

Aktivierung der Positionsverfolgung in QuickCapture

Die Positionsverfolgung muss im Projektdesigner für QuickCapture für jedes Projekt separat aktiviert werden. Der Projektdesigner ist eine Webanwendung in Ihrem ArcGIS Portal.

Abb. 1: QuickCapture Projektdesigner

Mit Aktivierung der Option stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Erforderlich aktiv: Das Projekt kann nur genutzt werden, wenn die Positionsverfolgung in der App aktiviert ist. Diese Option sollte nur aktiviert werden, wenn die App-Nutzer*innen vorher informiert wurden oder es entsprechende Betriebsvereinbarungen gibt.
  • Erforderlich nicht-aktiv: Die User der App können die Verfolgung direkt aktivieren oder deaktivieren. Dies ist die Standardeinstellung.
  • Aktualisierungsintervall: Die letzte bekannte Position wird alle 1, 15 oder 60 Minuten an das ArcGIS System gesendet, sofern eine Mobilfunkverbindung vorhanden ist.

Positionsverfolgung in der QuickCapture App

Die Positionsverfolgung in der App steht nur dann zur Verfügung, wenn sie für das Projekt auch aktiviert wurde. Beim Starten eines Projektes bekommt der Nutzende, abhängig von der Projekteinstellung, einen Dialog zur Auswahl:

Abb. 2: Positionsverfolgung, wenn die Option auf ‚Erforderlich‘ gestellt ist.
Abb. 3: Positionsverfolgung, wenn die Option ‚Erforderlich‘ nicht aktiviert ist.
Abb. 4: Hinweis, wenn die Positionsverfolgung aktiv ist.

Mit der grünen Leiste sehen die Nutzer*innen immer, ob die Positionsverfolgung gerade aktiv ist. Wenn die Projekteinstellung ‚Erforderlich‘ nicht aktiviert ist, kann die Verfolgung hier auch ausgeschaltet werden.

Positionen in QuickCapture anzeigen

Normalerweise ist die eigene Position oder die Position anderer Anwender*innen in der App nicht sichtbar. Falls dies bei Ihrem Workflow aber trotzdem notwendig ist, damit sich die einzelnen Nutzer*innen nicht in die Quere kommen oder man schnell zu einer Position findet, kann dies allerdings konfiguriert werden.

Dafür muss im Backend eine Webmap mit den Tracks der gewünschten Nutzer*innen erstellt werden und über eine Gruppe mit den beteiligten Nutzer*innen geteilt werden. Diese Karte lässt sich dann im QuickCapture Projektdesigner einbinden.

Abb. 5: Einbinden einer Tracking Map

Das Erzeugen von Tracking Views und -karten unterliegt wegen der Sensibilität der Daten speziellen Anforderungen und benötigt eigene Rechte. Näheres dazu finden Sie auf dieser Hilfe-Seite.

Wenn eine solche Karte eingebunden wird, ist für die Anzeige eine Online-Verbindung mit dem ArcGIS Backend notwendig. Eine peer-to-peer Übertragung von Positionen ist nicht möglich.

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