ArcGIS StoryMaps bietet mit den Blöcken Diagramme, Infografiken und Tabellen leistungsstarke, aber einfache Alternativen zur Kartenvisualisierung – ideal für den Vergleich von Daten, die Hervorhebung wichtiger Werte und die Darstellung detaillierter Informationen. Mehr dazu in diesem Beitrag!
ArcGIS StoryMaps wurde entwickelt, um Karten in den Vordergrund zu stellen, aber nicht jeder Datensatz kann oder sollte geographisch visualisiert werden. Glücklicherweise enthält ArcGIS StoryMaps drei Blöcke, die alternative Möglichkeiten zur Darstellung – oder Repräsentation – thematischer Daten bieten: Diagramme, Infografiken und Tabellen.
Jeder dieser Blöcke zeichnet sich in einem bestimmten Bereich aus: Diagramme eignen sich ideal für Vergleiche innerhalb oder zwischen Datensätzen, Infografiken lenken die Aufmerksamkeit auf Beispiele oder Ausreißer und Tabellen ermöglichen es den Lesenden, sich mit den Details auseinanderzusetzen. In diesem Beitrag werden wir uns diese drei Blöcke genauer ansehen und ihre jeweiligen Vorteile, Anwendungsfälle und Best Practices hervorheben.
Beachten Sie, dass diese Blöcke für schnelle und relativ einfache Visualisierungen konzipiert sind. Für fortgeschrittenere Anwendungen – beispielsweise die Arbeit mit großen oder dynamischen Datensätzen – empfehlen wir, eine Visualisierung in ArcGIS Dashboards oder ArcGIS Experience Builder zu erstellen und diese dann über den ArcGIS Apps-Block in Ihre Story einzubetten. Weitere Informationen zu alternativen Möglichkeiten zum Erstellen und Hinzufügen von Diagrammen finden Sie in diesem Beitrag.
Diagramme: Aussagekräftige Vergleiche ermöglichen
Diagramme sind ein unverzichtbares Werkzeug im Toolkit von Storytellern, die mit Daten arbeiten. Sie helfen den Lesenden, Beziehungen, Trends und Vergleiche zwischen Datenpunkten auf einen Blick zu erkennen und zu interpretieren – und wenn sie durchdacht gestaltet sind, können sie den visuellen Charakter einer Story verbessern.
Mit dem Diagrammblock können Sie ganz einfach interaktive, leicht verständliche Diagramme in Ihre Stories einfügen. Diese Diagramme können als eigenständige Grafiken dienen oder andere datengesteuerte Visualisierungen ergänzen.
ArcGIS StoryMaps enthält verschiedene Diagrammtypen, die jeweils für unterschiedliche Anforderungen beim Storytelling mit Daten optimiert sind. Nachdem Sie Ihre Daten hinzugefügt haben, können Sie frei zwischen den verschiedenen Diagrammtypen wählen, um dasjenige zu finden, das am besten zur Aussage ihres Inhalts passt. Hier finden Sie eine kurze Übersicht über die verschiedenen Diagrammtypen:
Säulen-/Balkendiagramme
Säulen- und Balkendiagramme eignen sich am besten für den Vergleich mehrerer Datenkategorien nebeneinander, sind aber auch nützlich, um nur eine einzige Datenkategorie darzustellen. Diese beiden Diagrammtypen sind gleichwertig; der einzige Unterschied besteht in ihrer Ausrichtung (vertikal vs. horizontal).

Liniendiagramme
Liniendiagramme zeichnen einen kontinuierlichen Verlauf von einem Datenpunkt zum nächsten auf, wodurch sie sich hervorragend zur Darstellung von Veränderungen im Zeitverlauf eignen. Wie bei Säulen-/Balkendiagrammen können Sie mehrere Kategorien einbeziehen.

Ringdiagramme
Ringdiagramme eignen sich zur Darstellung proportionaler Werte oder Teile eines Ganzen. Mit ein paar geschickten Farbanpassungen können Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Lesenden einfach und intuitiv auf wichtige Ausschnitte lenken.

Unabhängig davon, welchen Diagrammtyp Sie verwenden, gibt es einige Maßnahmen, mit denen Sie die gute Verständlichkeit Ihrer Diagramme sicherstellen können. Die Anzahl der angezeigten Kategorien oder Datenpunkte einzugrenzen ist eine gute Möglichkeit, um Unübersichtlichkeit zu vermeiden – insbesondere auf kleineren Bildschirmen. Aus diesem Grund erlaubt der ArcGIS StoryMaps Builder insgesamt nur bis zu 36 Datenpunkte (bis zu 12 Zeilen in 3 Kategorien), aber möglicherweise möchten Sie diese Anzahl noch weiter reduzieren (indem Sie bei Bedarf Mediane, Durchschnittswerte oder andere aggregierte Statistiken verwenden).
Vergessen Sie nicht, Ihre Achsen und Datenkategorien klar zu beschriften und Farben zu verwenden, die sowohl untereinander als auch zum Hintergrund der Story einen ausreichenden visuellen Kontrast bieten. Standardmäßig übernimmt Ihr Diagramm die Akzentfarben des aktiven Designs, aber Sie können diese Farben jederzeit in den Diagrammeinstellungen ändern. Fügen Sie Ihren Diagrammen schließlich unbedingt beschreibenden Alternativtext hinzu, um sicherzustellen, dass sie gut verständlich sind.

Sie können auch bis zu drei Diagramme nebeneinander positionieren (wie im obigen Beispiel zu sehen). Achten Sie darauf, die Wertachse aller Diagramme genau gleich anzupassen, da die Diagramme sonst nicht miteinander verglichen werden können. Sie können die Bildunterschrift verwenden, um eine einzige Datenzuordnung für alle Diagramme anzugeben, sofern diese dieselbe Quelle verwenden.
Ebenso können Sie elegante Vergleiche erstellen, indem Sie eine Reihe verwandter Diagramme zu aufeinanderfolgenden Folien in einem Sidecar-Block hinzufügen. Solange die Achsen der Diagramme übereinstimmen, werden sie animiert angezeigt, wenn die Lesenden durch den Sidecar scrollen. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn Sie neben jedem einzelnen Diagramm zusätzlichen Kontext bereitstellen möchten. Dieser beschreibende Text stellt auch sicher, dass Ihre Story für Lesende mit Sehbehinderungen zugänglich ist.

Infografiken: Die wichtigsten Erkenntnisse hervorheben
Der Infografik-Block kombiniert eine einzelne Zahl mit einer Bildunterschrift und einem Symbol. Er eignet sich besonders gut, um die Aufmerksamkeit auf den wichtigsten Wert in einem Datensatz zu lenken – oft ein Beispiel oder ein Ausreißer –, um eine wichtige Aussage der Story hervorzuheben.

Wie die meisten Datenvisualisierungsblöcke (einschließlich Diagramme und Tabellen) sollten Infografiken mit Bedacht eingesetzt werden. Wenn Sie zu viele davon in Ihre Story einbauen, verlieren sie an Wirkung. Beachten Sie auch, dass viele Lesende dem Symbol der Infografik mehr Aufmerksamkeit schenken als der Bildunterschrift. Wählen Sie daher ein leicht verständliches Symbol, das den Kontext oder die Bedeutung der hervorgehobenen Zahl unterstreicht.
Tabellen: In die Details eintauchen
Mit dem Tabellenblock können Sie eine übersichtliche Liste von Werten in Ihre Story einfügen. Tabellen können bis zu 13 Zeilen und 8 Spalten (einschließlich optionaler Kopfzeilen) umfassen und unterstützen im Gegensatz zu den meisten Diagrammstilen sowohl Text als auch Zahlen oder sogar eine Kombination aus beidem.

Es ist kein Geheimnis, dass Tabellen nicht so auffällig sind wie Diagramme und Infografiken – aber genau darum geht es. Tabellen sind eine wichtige Alternative zu diesen anderen Datenvisualisierungsblöcken, da sie darauf ausgelegt sind, einen ganzheitlichen oder umfassenden Überblick über einen Datensatz zu geben, anstatt nur eine Zusammenfassung. Außerdem werden mit dem Tabellenblock erstellte Tabellen von Screenreadern unterstützt, wodurch sie besser zugänglich sind als Bilder oder Screenshots einer Tabelle.
Um sicherzustellen, dass Ihre Tabellen leicht zu erfassen sind, sollten Sie die einzelnen Zellen einheitlich formatieren. Auch die Zeilen- und Spaltenüberschriften sollten so gestaltet sein, dass sie den Lesenden die Navigation durch die Daten erleichtern. Halten Sie Ihre Tabellen nach Möglichkeit kompakt, um die Lesenden nicht mit zu vielen Spalten oder Zeilen zu überfordern. Sie können auch das Beschriftungsfeld verwenden, um die Datenquelle anzugeben.
Den Kreis schließen
Obwohl die Diagramm-, Infografik- und Tabellenblöcke konzeptionell miteinander verwandt sind, dienen sie unterschiedlichen Bedürfnissen und Zielen. Diagramme eignen sich hervorragend, um Trends in einem Datensatz aufzuzeigen, Infografiken heben einzelne Beispiele und wichtige Erkenntnisse hervor, und Tabellen bieten den detailliertesten Überblick über einen Datensatz.
Durch die durchdachte Einbindung dieser Blöcke in Ihre Story – oft in Kombination mit Karten und anderen Medien – verleihen Sie Ihrer Erzählung mehr Gewicht, schaffen Vertrauen und stellen sicher, dass Ihre wichtigsten Erkenntnisse von den Lesenden nicht übersehen werden.
Wenn Sie Ideen haben, wie diese Blöcke verbessert werden könnten, sind Sie dazu eingeladen, sich in der Esri-Community zu beteiligen. Ihr Feedback ist von großem Wert und trägt dazu bei, die Zukunft von ArcGIS StoryMaps zu gestalten. Wie immer sind wir gespannt darauf, was Sie mit diesen Werkzeugen erschaffen werden!
Dieser Beitrag ist eine Übersetzung des amerikanischen Originalbeitrags.
Hier geht es zum Originalbeitrag!




