Die Business Analyst-Software stellt leistungsstarke Werkzeuge bereit, um räumliche Muster in Ihren Daten effektiv zu analysieren. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie speziell Uber H3-Hexagone in Ihren Business Analyst-Workflows mit ArcGIS Pro nutzen können, um schnell und effizient durchzustarten.
Was sind Hexagone im GIS?
Hexagone ähneln den herkömmlichen quadratischen Gittern, die im GIS verwendet werden, aber anstelle von Quadraten besteht das Gitter aus sechseckigen Hexagonen. In diesem Artikel konzentrieren wir uns speziell auf die Verwendung von Uber H3-Hexagonen für Ihre Business Analyst-Workflows in ArcGIS Pro.

Uber H3-Hexagone sind ein weltweit verbreitetes Gittersystem. Jedes Hexagon im Gitter ist ungefähr gleich groß und besitzt eine Index-ID, die sich nie ändert – diese Eigenschaften bieten zahlreiche Vorteile bei der Datenanalyse. Oben sehen Sie standardmäßige Uber H3-Hexagone, die mithilfe des Werkzeugs Gitter und Hexagone generieren von Business Analyst in ArcGIS Pro über Santa Barbara, Kalifornien, abgebildet wurden.
Hinweis:
Sie können Hexagone auch außerhalb der Business Analyst Toolbox erstellen, indem Sie das Geoverarbeitungswerkzeug Mosaik generieren in ArcGIS Pro verwenden, jedoch können Sie sie auf diese Weise nicht direkt anreichern. Weitere Informationen zu diesem Werkzeug finden Sie im Artikel Use H3 to create multiresolution hexagon grids in ArcGIS Pro (Englisch).
Welche Hexagon-Größe sollte ich verwenden?
Ein H3-Hexagon-Gitter kann mit Hexagonen in einer definierten Größenskala von 0 (größtes) bis 15 (kleinstes) erzeugt werden. Alle Größen werden im Business Analyst unterstützt. Sie sollten eine Größe wählen, die zu Ihrer Analyse passt. Zum Beispiel ist eine Hexagon-Ebene der Stufe 1 für Untersuchungen auf Nachbarschaftsebene viel zu groß, könnte aber für Analysen auf Bundesstaats- oder Länderebene geeignet sein.

Die obigen Abbildungen zeigen durchschnittliche Kantenlängen.
Was ist der Unterschied zwischen Uber H3-Hexagonen und normalen Hexagonen?
Das H3-System wurde von Uber entwickelt, um die gesamte Erde abzudecken, und wurde 2018 für die breite Nutzung veröffentlicht. Obwohl es schon vor der Einführung von H3 möglich war, Hexagone in ArcGIS Pro zu erstellen, wurde dieses Indexierungssystem schnell zum kartografischen Standard.
Ein großer Vorteil der Verwendung von H3-Hexagonen für Analysen ist ihre weite Verbreitung. Das bedeutet, dass Ihre Karte mit anderen Karten übereinstimmt, da sie dasselbe geografische Raster verwenden. Wenn Sie jedoch eigene, benutzerdefinierte – also keine Uber H3 – Hexagone erstellen möchten, ist das weiterhin möglich.
Warum sollte ich H3-Hexagone in meiner Analyse verwenden?
H3-Hexagone bieten eine konsistente, unveränderliche Abdeckung Ihres geografischen Gebiets.
Sie müssen sich keine Sorgen über Verwaltungsgrenzen machen, die nicht übereinstimmen oder sich im Laufe der Zeit ändern. H3-Hexagone sind unabhängig von traditionellen Verwaltungsgrenzen und passen sich nahtlos über diese hinweg an – egal, wo auf der Welt Sie sich befinden.
Hier ein Beispiel, bei dem das von Vorteil sein kann: Angenommen, Sie möchten untersuchen, wie sich die Anzahl der Versicherungsunternehmen in Ihrer Region im Laufe der Zeit verändert hat. Ihr Plan ist, die Daten auf Ebene der Zensusgebiete zusammenzufassen, als Ihnen plötzlich auffällt – die Grenzen der Zensusgebiete wurden seit der letzten Volkszählung neu gezogen! Unternehmen, die früher im Gebiet „X“ lagen, befinden sich jetzt im Gebiet „Y“. Da sich die Grenzen geändert haben, ist es viel schwieriger, einen direkten Vergleich zwischen früher und heute anzustellen.
Mit H3-Hexagonen könnten Sie jedoch sowohl Ihre früheren als auch aktuellen Unternehmensdaten für den Vergleich heranziehen. Und falls ein:e Analyst:in in einer Nachbarstadt eine ähnliche Studie durchführen möchte, würden sich dessen H3-Hexagon-Ergebnisse nahtlos mit Ihren Ergebnissen decken, da das H3-Hexagon-Gitter weltweit einheitlich ist.

Punktstandorte können auf ein einheitliches Gitter aggregiert werden.
Hexagone eignen sich hervorragend, um darin enthaltene Punkte zusammenzufassen und Unterschiede in der Punktdichte schnell zu erkennen.
Ein Beispiel ist auf der untenstehenden Karte zu sehen. Die Punkte stellen Geschäftsstandorte aus Business Analyst dar, die der Kategorie „Kfz-Reparatur, Dienstleistungen und Parken“ (SIC-Code 75) zugeordnet sind. Mit dem Pro-Werkzeug Innerhalb zusammenfassen wurden die Punkte gezählt und dem jeweiligen darunterliegenden Hexagon zugewiesen.

Anhand der farbcodierten Hexagone ist leicht zu erkennen, wo sich Cluster dieser Unternehmen befinden. Wenn Sie ein Unternehmen für Autozubehör sind – oder jedes andere Unternehmen, das gezielt Gebiete ansprechen möchte, in denen Sie Ihre Waren und Dienstleistungen verkaufen können – könnte dies ein hervorragendes Werkzeug für Sie sein.
Wie werden Hexagone in Business Analyst erstellt?
Hexagone können mit dem ArcGIS Pro Business Analyst-Werkzeug Gitternetze und Hexagone erstellt werden.

Bevor Sie das Werkzeug ausführen, gibt es die Möglichkeit, die Hexagone anzureichern. Das bedeutet, dass die Gitter beim Erstellen bereits Werte für die Variablen enthalten, die Sie interessieren. Im untenstehenden Screenshot werden die Hexagone beispielsweise mit dem Esri-Medianwert für Immobilien und dem ACS-Medianbaujahr angereichert, sobald sie generiert werden.
Alternativ können Sie auch einfach H3-Hexagone ohne zugehörige Daten erzeugen, indem Sie das Feld Anreicherungstyp leer lassen. Sie können Ihre Hexagone jederzeit später mit dem Werkzeug Layer anreichern anreichern, falls Sie sich dafür entscheiden.

Hier sehen Sie das Ergebnis der Generierung angereicherter H3-Hexagone der Stufe 8 über dem Innenstadtbereich von Portland. Die Hexagone sind nach ihren angereicherten Werten für den Esri-Medianwert von Immobilien dargestellt. Jetzt ist es an der Zeit, mit der Analyse von Mustern und Trends zu beginnen.

Beachten Sie, dass die Anreicherung von H3-Hexagonen die besten Ergebnisse bei den Stufen 0 bis 9 liefert, das entspricht ungefähr einer Fläche von drei Fußballfeldern oder mehr. Ab H3-Stufe 10 ist das zugrunde liegende Bevölkerungsdatenmodell gröber als die angereicherten Hexagone, was zu einer geringen Aussagekraft führt. Auch die Anreicherung von Hexagonen in ländlichen Gebieten kann zu schlechten Ergebnissen führen, da die Daten dort oft so spärlich sind, dass viele Hexagone keinen Wert („no value“) erhalten.
Wir empfehlen Ihnen, mit Business Analyst die Welt der Hexagone zu erkunden – es ist eine ganz neue Art, Ihre Daten zu analysieren!
Dieser Beitrag ist eine Übersetzung des amerikanischen Original-Beitrags.
Hier geht es zum Original-Beitrag!




