Im Rahmen der Agrarförderung unterstützt die Europäische Union Landwirte durch Fördermittel. Mit der mobilen Lösung GI Mobil RT wird den Vor-Ort-Prüfern die Kontrolle der Antragsdaten wesentlich erleichtert.

Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) Europas erhalten landwirtschaftliche Betriebe finanzielle Beihilfen. Alle geförderten Landwirte müssen die von der EU festgelegten Umweltschutzstandards einhalten. Diese umfassen u. a. Maßnahmen zur Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes und Vermeidung der Zerstörung von Lebensräumen. Durch Vor-Ort-Kontrollen werden Teile der landwirtschaftlichen Betriebe auf die Einhaltung der Umweltschutzstandards geprüft.


Unser Gastautor:
Der Dipl. Geograph Roland Körber betreut seit über 7 Jahren bei der GI Geoinformatik das Thema GNSS und mobilen Softwarelösungen. Als Projektleiter begleitet er auch alle InVeKoS-Projekte bei der GI.


In Niedersachsen wurde nach über zehn Jahren eine neue, zukunftssichere Software für die Vor-Ort-Kontrolle zur InVeKoS Förderflächenkontrolle des Prüfdienstes der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen eingeführt. Die Software-Lösung deckt aktuellen EU-Vorgaben zur Vor-Ort-Kontrolle ab und ist mit einem hohen Maß an Flexibilität aufgebaut, so dass zukünftige Anpassungen am Gesamtsystem abgebildet werden können.

Hauptanforderungen sind neben einem komfortablen Messverfahren, eine Protokollierung der Messbedingungen und umfangreiche Prüfvalidierungen der erfassten Daten.

Die GI Geoninformatik wird auch auf der Esri Konferenz vom 03. bis 04. März 2020 in Bonn vertreten sein und über die Software GI Mobil RT und andere mobile Lösungen informieren.

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Lösung zur mobilen Vor-Ort-Kontrolle

Die GI Geoinformatik entwickelt seit über 15 Jahren für zahlreiche Bundesländer Lösungen zur mobilen Vor-Ort-Kontrolle.  Dieses Knowhow konnte in enger Zusammenarbeit mit dem Servicezentrum Landentwicklung und Agrarförderung (SLA) zur Entwicklung einer neuen Fachsoftware genutzt werden, die den aktuellsten Anforderungen bei der Vor-Ort-Kontrolle entspricht.

Unter Verwendung der neuen Entwicklungsumgebung ArcGIS Runtime ist eine fachspezifische Lösung für den Außeneinsatz bei der Förderflächenkontrolle entstanden. Durch den agilen Ansatz bei der Entwicklung und einer frühen Einbindung der Anwender entstand eine Software mit hohem Praxisbezug, genau abgestimmt auf die Wünsche der Kontrollteams und deren Workflows.

Alle fachspezifischen Anforderungen wurden modular, aufbauend auf der Basissoftware GI Mobil RT, umgesetzt. Die Anwendung ist durch Administratoren konfigurierbar und zeigt auch bei großen landesweiten Datenbeständen höchste Performanz.

GI Mobile RT Oberfläche

Eine Besonderheit: die position100 Technologie

Die position100 Technologie wurde für die Protokollierung von Metadaten bei der GNSS-gestützten Positionsbestimmung von Punkten und Stützpunkten entwickelt.

Neben den GNSS-Informationen zum Zeitpunkt der Erfassung (z.B. PDOP-Wert, Anzahl der Satelliten, etc.) werden u.a. auch Informationen über die Art der Erfassung (z.B. Mittelwertbildung) und eine nachträgliche (manuelle) Bearbeitung der Punkte protokolliert. Dies ist eine der zentralen Anforderungen seitens des zuständigen Ministeriums, um landesweite Auswertungen der Messqualität der durchgeführten Kontrollen zu ermöglichen.



Um die geforderten Qualitätsansprüche an den erfassten Daten sicher zu stellen, unterstützt das VOK-Messmodul die Kontroll-Teams durch verschiedene Prüfvalidierungen (geometrisch und fachlich). Mit dem integrierten Info-Center haben die Anwender immer die Möglichkeit ihre eingegebenen Daten zu überprüfen und erhalten ggf. bei Fehlern entsprechende Hinweise zur Korrektur.

Weitere Funktionen wie die Geoverarbeitungswerkszeuge, ein Flächenkontroll-Protokoll und eine Datenübergabe an das zentrale System über eine konfigurierbare XML-Schnittstelle runden das Leistungsspektrum für den mobilen Einsatz ab.

Praktische Anwenderunterstützung durch zusätzliche Tools

Hohe Akzeptanz bei den Prüfern

Die moderne, selbsterklärende und übersichtliche Oberfläche, die genau auf Bedürfnisse des Prüfdienstes zugeschnitten wurde, sowie die herausragende Performance im Umgang großen Datenmengen (Orthofotos und Vektordaten von ganz Niedersachsen) führen zu einer hohen Akzeptanz bei den Prüfern.

Außerdem sind die im Projekt entwickelte flexible Softwarestruktur und die position100 Technologie wichtige Aspekte, um auch zukünftig den vielfältigen Herausforderungen der Prüfteams gerecht zu werden und diese fachlich korrekt umzusetzen.