Hier im ArcGIS Blog erhalten Sie die Antworten auf die Fragen, die auf der Konferenz via Slido gestellt wurden.

Wie ArcGIS Echtzeitdaten analysiert und verarbeitet, wurde auf der GIS Talk im Tech Track Analytics rege diskutiert. Zu knapp war die Zeit, alle Fragen zu beantworten. Doch das holen wir – wie angekündigt – nach.

Thema: Räumliche Datenanalyse mit Insights for ArcGIS: Self-Service Dashboards für jedermann

Insights for ArcGIS kann Datenquellen einbinden, die mit Datenaktualisierungen kompatibel sind. Bei der Erstellung einer Insights Seite (einem Dashboard) wird der zu dem Zeitpunkt gültige Datenbestand verarbeitet und dargestellt. Ändern sich die zugrunde liegenden Daten, kann die Insights Seite über den Menüpunkt „Aktualisieren“ aktualisiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter https://doc.arcgis.com/de/insights/online/create/create-and-manage-workbooks.htm oder https://doc.arcgis.com/de/insights/online/reference/faq.htm.

Insights ist ein Adhoc-Analysetool zur visuellen, explorativen räumlichen Datenanalyse. Möchte man Echtzeitereignisse überwachen, eignen sich dazu Apps wie Operations Dashboard for ArcGIS.

Insights for ArcGIS folgt dem klassischen Rollen-/Rechtekonzept. Sichtbarkeiten und Berechtigungen können je nach Identität/Named User (künftig User Types), bzw. bereits auf Datenbankebene vergeben werden.
Die Workflows werden in den sogenannten Modellen aufgezeichnet. Diese Modelle können innerhalb der Organisation geteilt und wiederverwendet werden. Weitere Informationen zum Teilen eines Modells finden Sie unter https://doc.arcgis.com/de/insights/online/share/share-model.htm; zur Automatisierung der Arbeit und dem Hinzufügen von Modellen unter https://doc.arcgis.com/de/insights/online/analyze/automate-analysis-with-models.htm.
Jeder Anwender, dem eine Insights Lizenz zugewiesen wurde, kann seine eigenen Datenquellen festlegen. Die Datenbankverbindung kann individuell erstellt werden, und muss nicht zentral von einem Portal-Admin bereitgestellt werden.

Thema: Intuitive Ad hoc-Analyse großer Attributmengen in ArcGIS Desktop – mit dem Smart Data Analyser

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Workflows als Vorlagen abzuspeichern und entsprechend zu modifizieren: zum einen können durchgeführte Analysen als sogenannte Anfragen abgespeichert werden und mit einem identisch strukturierten Datensatz immer wieder durchgeführt werden, beispielsweise für Datensätze mit gleichen Spaltennamen aber unterschiedlichen Jahresständen.
Zum anderen können vordefinierte Strukturen als InfoZoom FOX-Dateien abgespeichert werden und somit auch immer wieder importiert und verändert werden. Weiterhin ist es möglich, zu bereits vorhandenen Spalten, zusätzliche Zeilen durch Import hinzufügen. So können mehrere Datensätze mit der gleichen Struktur in einer Ansicht zusammengefasst und anschließend als ein neuer Datensatz exportiert oder in der Kartenansicht weiterverwendet werden.
Die Implementierung des Smart Data Analyser als Extension in ArcGIS Desktop erlaubt die Selektion sowohl in der Karte als auch in der „SDA-Ansicht“. Eine Auswahl in der Karte wird automatisch in der SDA-Ansicht nachgeführt, und umgekehrt.
Jeder Feature Layer aus dem Table of Contents kann übrigens in den SDA geladen werden, wo die entsprechenden Attribute ihrer Häufigkeit nach selektiert werden können.
Natürlich. Eine aktuelle Version kann entweder von unserer ArcGIS Hub-Seite (http://smartdataanalyser-esri-de-6.hub.arcgis.com) oder von der Smart Data Analyser-Produktseite (https://www.esri.de/produkte/smart-data-analyser) heruntergeladen werden. Mit einer vorhandenen ArcGIS Desktop Lizenz können Sie den SDA für 60 Tage vollumfänglich testen.

Thema: Real-Time GIS: Erfassung und Analyse von Echtzeitdatenströmen mit dem ArcGIS GeoEvent Server

Grundsätzlich schon, da die SensorThings API sowohl über eine REST als auch MQTT Schnittstelle verfügt, die der GeoEvent Server ebenfalls bedienen kann. Gegebenenfalls müssen jedoch die Feldnamen angepasst werden, da keine Punkt-Notationen in den Feldnamen unterstützt werden; bzw. kann ein Konnektor entwickelt werden, um diese umzuwandeln.
Der GeoAnalytics Server arbeitet ausschließlich mit Vektordaten. Rasterdaten können, ähnlich wie Vektordaten beim GeoAnalytics Server, mit dem ImageServer parallel auf mehren Server analysiert werden.
Ja. Eine Kontrolle der Modellergebnisse über mobile Anwendungen wie die Workforce oder Collector App kann erfolgen. Anhand dieser Kontrolle kann das Trainingsdatenset erweitert und angepasst werden – und das Modell über erneutes Trainieren entsprechend verbessert werden.
ArcGIS Pro stellt Tools bereit um Trainingsdaten für ein Deep Learning Modell zu exportieren. Diese Daten kann dann ein Data Scientist unabhängig von ArcGIS nutzen, um das gewünschte Modell zu trainieren. Anschließend kann das trainierte Modell wieder über verschiedene Tools und Funktionen in der ArcGIS Plattform genutzt werden.