Die GIS Talk 2018 liegt hinter uns, doch es gibt noch ein paar unbeantwortete Fragen. In unserer neuen Beitragsreihe beantworten wir die Fragen, die unsere GIS Talk Besucher via Slido in den Tech Tracks gestellt haben. Viel Spaß beim Stöbern.

Den Auftakt macht der Tech Track ArcGIS Plattform. Hier drehte sich alles um die Neuerungen und Migrationspfade im aktuellen Release von ArcGIS Enterprise, ArcGIS Desktop und ArcGIS Online. Die Fragen und Antworten zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier aufgelistet.

Vortrag: ArcGIS Pro: Migration von ArcMap

MXD Dateien lassen sich über das Werkzeug “Karte importieren” in ein ArcGIS Pro Projekt importieren. Datenrahmen und Layout werden in das ArcGIS Pro Projekt übernommen.
Bis auf die Koordinatenrahmen werden alle genannten Elemente unverändert übernommen. Koordinatenrahmen werden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht unterstützt. Die Personal Geodatabase kann, wie im obigen Kommentar erwähnt, über die Data Interoperability Extension eingebunden werden.
ODBC Verbindungen sind weiterhin möglich, entweder über eine SDE Verbindung oder direkt über den zugehörigen Datenbank-Typ, wie unter https://pro.arcgis.com/de/pro-app/help/data/databases/database-connections-in-arcgis-pro.htm beschrieben.
In arcpy für ArcGIS Pro gibt es das Modul arcpy.mp, das sämtliche Komponenten (Projekte, Karten, Layouts, Layer) in Python exponiert und damit auch unter anderem den automatisierten Austausch von Datenquellen erlaubt (https://pro.arcgis.com/de/pro-app/arcpy/mapping/introduction-to-arcpy-mp.htm).
Wie jede Funktion in ArcGIS Pro kann auch die Import Map- Funktion der Oberfläche in Python angesteuert werden und erlaubt damit auch das skriptgesteuerte Importieren einer mxd.
Stylefiles werden nicht mit importiert, insofern es sich nicht um Systemstyles handelt. Sämtliche Styles können aber später über den Katalog Bereich nach importiert werden; *.style Dateien können gelesen werden.
ArcGIS Pro erlaubt kein direktes Publizieren auf den ArcGIS Server. Es kann nur gegen das Portal publiziert werden. Verfügt das Portal über einen Hosting-Server, kann ein Dienst als Kartenbild-Service veröffentlicht werden. Beim Veröffentlichen kann dann dort auch die WMS-Eigenschaft aktiviert werden (http://pro.arcgis.com/de/pro-app/help/sharing/overview/additional-layers-and-capabilities.htm).
Add Ins können zum jetzigen Zeitpunkt nur mit .NET entwickelt werden. Möglichkeiten für Python Add Ins werden zum jetzigen Zeitpunkt von Esri Inc. geprüft.
ET-Geowizard ist eine von Esri unabhängige Drittanwendung und muss vom Programmierer in das neue Framework überführt werden. Den Stand der Überführung erfragen Sie bitte bei der entsprechenden Firma.

Vortrag: ArcGIS Apps Neuerungen

Dashboards werden mit der webbasierten Anwendung Operations Dashboard für ArcGIS im Browser erstellt. Erforderlich sind entweder ArcGIS Desktop, ArcGIS Online noch ArcGIS Enterprise.
Operations Dashboard for ArcGIS: für die Darstellung von Status und Performance von Assets, Mitarbeitern, Services und Ereignissen in Echtzeit mittels Diagrammen, Skalen, Karten und anderen visuellen Elementen (http://doc.arcgis.com/de/operations-dashboard/)

Insight for ArcGIS: für die einfache, intuitive, explorative visuelle Datenanalyse, um große Datenmengen schnell ad hoc in Karten, Tabellen oder Diagrammen zu visualisieren, zu analysieren und in interaktiven Dashboards zu teilen (http://doc.arcgis.com/de/insights/).

Vortrag: ArcGIS Pro: Neuerungen im aktuellen Release

Stream-Layer sind Feature-Layer, deren Datenquelle ein Stream-Service ist. Ein Stream-Service ist ein ArcGIS Server Service-Typ. Der GeoEvent Server muss lizenziert und im Enterprise GIS installiert werden, damit Stream-Services genutzt werden können (http://enterprise.arcgis.com/de/geoevent/latest/process-event-data/stream-services.htm).
Sofern es die verwendeten Werkzeuge vorsehen, können als Ausdrücke Python, Arcade und SQL genutzt werden.
Der zur Ausführung des Werkzeugs verwendete Python-Code kann in die Zwischenablage kopiert werden. Dies kann man über den Verlauf der Geoverarbeitung machen.

Vortrag: ArcGIS Enterprise: Neuerungen im aktuellen Release

Die Sicht kann nicht für Gruppen angelegt werden. Aber es können mehrere Sichten aus einem Hostet Feature Layer erstellt und diese dann mit verschiedenen Gruppen geteilt werden.
ArcGIS Enterprise Sites passt sich der Größe des Browsers an (responsive Design).
Sowohl die Portal for ArcGIS als auch die GIS Server Komponente von ArcGIS Enterprise bieten eigene Services an (REST Endpunkte von diversen Kartendiensten, aber auch von Web Anwendungen oder Administrationsumgebungen). Deshalb müssen beide Komponenten durch einen eigenen Web-Adapter in das Unternehmensnetz (oder Internet) eingebunden werden. Wenn GIS Server mit Portal verbunden (föderiert) ist, gelten die Sicherheitseinstellungen, bzw. Zugriffsmechanismen von Portal für alle Serverdienste.
Die Datenhaltung in einer Geodatabase, einer Datenbank und einem Netzlaufwerk ist identisch. ArcGIS Server (Standalone) und ArcGIS Enterprise können auf die gleichen Datenquellen zugreifen. Eine Migration der Datenhaltung ist daher nicht unbedingt notwendig.
Hierfür gibt es (abhängig von der jeweiligen Basemap) unterschiedlich detaillierte Informationen. In der Regel findet man in der Beschreibung der Basemap auch Auskünfte über die Datenlieferanten und das Alter der Daten.

Für die Topographic Basemap gibt es in der Beschreibung einen Link auf alle Beitragenden zu dieser Basemap.
Für die Imagery Basemap gibt es eine eigene Webmap in der man alle Quelldaten abfragen kann.