Das Sommer-Release 2021 von ArcGIS Urban ist nun veröffentlicht. Es bietet den Planner*innen eine Chance, diverse Prozesse anschaulicher und effizienter zu gestalten.

Wie auch schon Thomas Koblet in seinem Artikel Planung von Zukunftsszenarien einer Stadt mit ArcGIS Urban erwähnt, steht mit ArcGIS Urban eine interaktive Planungsplattform zur Verfügung. Sie ermöglicht, unter Berücksichtigung der Festsetzungen, schnell Planungsvarianten zu erlangen und deren Auswirkungen abzuschätzen.

Neu hinzugekommen sind nun diverse Möglichkeiten, die vor allem beim städteplanerischen Entwurf weiterhelfen:

1. Skizzierung von Gebäuden

Primär werden in ArcGIS Urban mögliche Gebäude-Quader eines Planungsvorschlags regelbasiert erzeugt, beispielsweise durch die Definition von Abständen zur Flurstücksgrenze, mit Angabe der erlaubten Gebäude-Höhen oder Geschossflächenzahlen. Die Resultate frei definierbarer Festsetzungen können mit der aktuellen Version von ArcGIS Urban jedoch nicht nur parametrisch, sondern jetzt auch manuell durch das Skizzieren neuer Formen verändert werden. Die Ergebnisse spiegeln sich direkt in den daraus resultierenden Kennwerten wieder.

Abb. 1: Skizzierung von Gebäuden

2. Kennwerte

Die Beplanung eines Grundstücks hat zur Folge, dass aufgrund der Geschossflächen -abhängig von Nutzung und anderen relevanten Faktoren- direkt oder indirekt flächenabhängige Indikatoren abgeleitet werden können.
Nehmen wir ein Beispiel: Gebäude mit Luxuswohnungen. Es werden durchschnittlich 130 qm pro Wohnung angesetzt und eine Gebäude-Ausnutzung von 90%. So können Sie im Dashboard nicht nur die resultierenden Haushalte und Personenzahlen ablesen, sondern auch die darauf basierenden Wasserverbrauchswerte.
ArcGIS Urban ermöglicht es, vorhandene Indikatoren frei zu parametrisieren. Mit dem neuen Release können Sie darüber hinaus auch eigene Indikatoren hinzufügen.

Abb. 2: Neue Kennwerte hinzufügen

3. Zusammenarbeit

Vorschläge und Ergebnisse von Planungsprozessen müssen zwischen Planern, Architekturbüros und weiteren Akteuren ausgetauscht und diskutiert werden. Als Planungsplattform bietet ArcGIS Urban hierfür die bewährten Kollaborationsmöglichkeiten von ArcGIS Online, das seinerseits die Grundlage für diese Solution bildet. Diese Möglichkeiten sowie ein Gruppen-Chat wurden im neuen Release in das Nutzer-Interface von ArcGIS Urban integriert, so wird die Zusammenarbeit nun noch einfacher.

4. Analyse der Planungen

Um wesentliche Vorgaben bei einer Planung brauche ich mich nicht zu kümmern, wenn ich mein ArcGIS Urban Modell richtig konfiguriert habe. Nur wenige Festsetzungen, die nicht abgebildet werden können, müssen manuell überprüft werden. Darüber hinaus sind in ArcGIS Urban Analysen verwendbar, deren Notwendigkeit in Gesetzestexten oder Stadtratsbeschlüssen eher selten auszumachen ist, jedoch die Wohnqualität erheblich beeinflussen können: Beispielsweise kann über eine differenzierte Schattenanalyse identifiziert werden, welche Bereiche durch die Planung von überdurchschnittlich langem Schattenwurf beeinträchtigt sind.

Abb. 3: Schattenanalyse

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Genauere Details zum aktuellen Release finden Sie unter What’s new in ArcGIS Urban (July 2021) und unter den Urban July 2021 release notes (Hinweis: Zur korrekten Anzeige muss ggf. über ‚Switch Language‘ ganz unten auf ‚English‘ umgeschaltet werden).