In ArcGIS Pro 2.4 wurde die Visualisierung großer Mengen von Punkten durch die Implementierung von Feature-Binning verbessert, indem große Mengen an Punkt-Features in dynamische Polygone –sog.  Bins oder Abschnitte- aggregiert werden. Ein einzelner Abschnitt stellt alle Features innerhalb seiner Grenzen dar und wird überall dort angezeigt, wo sich mindestens ein Feature darin befindet.

Damit verbessert Feature-Binning die Darstellungs-Performance von Layern, die Tausende oder Millionen von Punkt-Features enthalten.

Voraussetzungen für Feature-Binning

Folgende Voraussetzung für die Aktivierung des Feature-Binnings müssen erfüllt sein:

  • Daten liegen in einer Point- oder Multipoint Feature-Class
  • Daten sind in einer Enterprise Geodatabase oder einer Datenbank gespeichert
  • Daten sind nicht versioniert und ohne aktivierte Archivierung

Folgende Datenbanken werden unterstützt:

  • IBM Db2
  • Microsoft SQL Server
  • Oracle
  • PostgreSQL
  • SAP HANA

Feature-Binning aktivieren

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann in dem Layer mit dem Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Binning aktivieren diese gestartet werden. Dabei sollte für die Abschnitte das gleiche Koordinatensystem gewählt werden, wie der Punkt-Layer. Um bei der Darstellung eine dynamische Projektion (on-the-fly) zu vermeiden. Die Angabe eines zweiten Koordinatensystems ist möglich – es sollte möglichst flächentreu sein. Ein benutzerdefiniertes Koordinatensystem wird nicht unterstützt.

Statistiken

Zusätzlich zur Visualisierung in Abschnitten, können für jedes numerische Feld insgesamt bis zu 5 Summenstatistiken im Bin-Cache gespeichert werden, mit denen die Abschnitte symbolisiert werden können. Die Ergebnisse der Statistiken können auch über Pop-ups für jeden Abschnitt abgefragt werden.

Feature-Binning bearbeiten

Wenn man die Einteilung in Abschnitte aktiviert hat, kann man die Darstellung der Abschnitte ein- und ausschalten, die Berechnung der Abschnittsaggregation anpassen und die Symbolisierung der Abschnitte (und der zugrunde liegenden Punkt-Features) ändern. Neben der Summenstatistik, die bei der Aktivierung definiert wurden, können nun auch weitere Summenstatistiken für die Aggregation in Abschnitten angegeben werden.

Wenn bei der ersten Aktivierung des Feature-Binnings ein statischer Binning-Cache erzeugt wurde, muss der Cache nach der Bearbeitung, Erstellung oder Aktualisierung der Punkt-Features in ArcGIS Pro aktualisiert werden, damit die Änderungen in den Cache übernommen werden. Dazu wird das Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Bin-Cache verwalten verwendet.

Mit dem Geoverarbeitungswerkzeug Feature-Binning deaktivieren lassen sich die Binning-Funktionen wieder aus der Feature-Class entfernen.

Feature-Binning freigeben

Ein abschnittsfähiger Feature-Layer kann als Kartenbild-Layer in ArcGIS Enterprise freigegeben werden. Dazu muss vor der Veröffentlichung die Datenbank des abschnittsfähigen Feature-Layers an einem Server registriert werden, der mit dem Portal verbunden ist. Über diesen Web-Layer können die Abschnitte in ArcGIS Pro visualisiert werden.