In ArcGIS Location Platform ist die Nutzung von Basemaps kostenpflichtig. Es stehen zwei Nutzungsmodelle zur Verfügung: die klassische Tile-basierte Abrechnung und das neue Sessions-basierte Modell. Mehr dazu in diesem Beitrag.
ArcGIS Location Platform ist Esri‘s Plattform-as-a-Service Angebot für die Erstellung ortsbezogener Anwendungen und Lösungen mit einem flexiblen Geschäftsmodell. Sie bietet Mapping SDKs, Tools und ArcGIS Location Services. Dazu gehören auch eine große thematische Variation an Basemaps, die in so ziemlich allen 2D und 3D Kartenanwendungen für den visuellen und geografischen Kontext benötigt werden.
Der Zugriff auf Basemaps wird durch Access-Token (API Key oder Oauth2) geschützt. Die Abrechnung erfolgt entweder klassisch über die Anzahl geladener Tiles oder – jetzt neu – durch ein Session-basiertes Modell. Eine Session ist eine Art zeitlich begrenzte und anwendungsbezogene „Mini-Flatrate“, in der eine unbegrenzte Anzahl an Basemap Tiles genutzt werden können. Ein Session-basiertes Nutzungsmodell gibt es nur in ArcGIS Location Platform und auch nur für Basemaps.
Nun stellt sich die Frage, in welchen Anwendungsfällen welches Nutzungsmodell für Sie das richtige ist. Als Entscheidungshilfe haben wir diese in der folgenden Tabelle gegenübergestellt:
| Tile-basiertes Modell | Session-basiertes Modell | |
| Unterstützte Basemap-Typen | Es werden Basemap Style Services (ArcGIS und Open) und Static Basemap Tile Services unterstützt. | Es werden Basemap Style Services (ArcGIS und Open) unterstützt. |
| Abrechnung | Es wird pro geladenem Tile abgerechnet. | Es wird pro gestarteter Session abgerechnet. |
| Monatliche Freimengen | 2 Millionen Tiles | 1000 Sessions |
| Token-Typ | Es wird ein Access-Token (z.B. API Key) verwendet. | Es wird ein Session-Token genutzt, der zur Laufzeit der Anwendung aus einem Access-Token generiert wird. |
| Gültigkeit | Die Nutzung ist zeitlich nicht begrenzt. | Eine Session ist maximal 12 Stunden gültig. |
| Kostenkontrolle | Die Kosten steigen mit jeder Karteninteraktion. | Die Kosten sind unabhängig von der Anzahl der Interaktionen. |
| Geeignet für | Ideal für einfache Karten mit wenig Nutzerinteraktion. | Gut geeignet für komplexe Anwendungen mit intensiver Nutzung. |
| Interaktionen | Jede Bewegung oder Zoomaktion verbraucht zusätzliche Tiles. | Innerhalb einer Session sind beliebig viele Interaktionen möglich. |
| Anwendungsfälle | Sinnvoll für kleine, räumlich begrenzte Karten oder Tests. | Optimal für globale Karten und dynamische Anwendungen. |
| Technik | Tiles werden direkt mit dem Access-Token geladen. | Eine Session wird erstellt und für alle Anfragen verwendet. |
| App-Neustart | Die Nutzung bleibt unverändert. | Nach einem Neustart muss eine neue Session gestartet werden. |
| Vorteile | Einfach zu implementieren und sofort nutzbar. | Kosteneffizient bei hoher Nutzung und flexibel einsetzbar. |
| Nachteile | Schwer planbare Kosten bei intensiver Nutzung. | Erfordert Session-Management und Erneuerung der Session-Token in der Anwendung. |
Weitere Informationen
- Introducing basemap sessions for ArcGIS Location Platform (ArcGIS Blog, englisch)




