Wie viele Autor:innen von Storys bereits wissen, haben sich die Gesetze zur Barrierefreiheit geändert. Die meisten Autor:innen von ArcGIS StoryMaps sind verpflichtet, die Standards zur Barrierefreiheit einzuhalten. Dazu gehört auch das Hinzufügen von Alternativtexten. Wenn Sie Unterstützung beim Einstieg in die Funktionen zur Barrierefreiheit benötigen, kann der ArcGIS StoryMaps Assistant Ihnen helfen, den Prozess zur Umsetzung von Barrierefreiheit zu beschleunigen, indem er für Sie Entwürfe für Alternativtexte erstellt.
Dieser Artikel behandelt einige der Grundlagen zu Alternativtexten, erklärt die Verwendung des ArcGIS StoryMaps Assistant und beschreibt einige der besten Ressourcen, mit denen Sie sicherstellen können, dass Ihre Storys für ein möglichst breites Publikum zugänglich sind.
Was ist Alternativtext?
Alternativtext, auch als Alt-Text bezeichnet, beschreibt in seiner idealen Form den Inhalt eines Mediums kurz und objektiv. Diese Beschreibungen werden außerdem auf dem Bildschirm angezeigt, wenn das Medium nicht geladen werden kann. Medienunterschriften hingegen sind stets sichtbar und enthalten in der Regel zusätzliche Details oder subjektive Informationen, um dem Publikum den Kontext des Mediums besser zu vermitteln.
Alternativtexte sind für Zielgruppen unverzichtbar, die unterstützende Software wie Screenreader verwenden, welche Alternativtexte laut vorlesen. Da Alternativtexte Medien für Personen beschreiben, die die Inhalte nicht sehen können, tragen sie dazu bei, sicherzustellen, dass alle Menschen unabhängig von ihren Fähigkeiten oder ihrer jeweiligen Situation auf die in Ihren Medien enthaltenen Informationen zugreifen können.

Webcrawler nutzen Alternativtexte, um Suchergebnisse zu generieren, wodurch Ihre Inhalte leichter gefunden werden können. Mit anderen Worten: Je aussagekräftiger Ihre Beschreibungen der Medien sind und je stärker sie mit Ihren Inhalten in Zusammenhang stehen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Inhalte in den Suchergebnissen von Suchmaschinen erscheinen.
Wie greife ich auf den ArcGIS StoryMaps Assistant zu?
Der Alt-Text-Assistent ist Teil der KI-Tool-Suite im ArcGIS StoryMaps Builder. Die KI-Tools müssen von der Administratorin oder dem Administrator Ihrer Organisation aktiviert werden. Andernfalls ist die Option ausgegraut und kann nicht verwendet werden.

Nachdem die Tools im ArcGIS StoryMaps Builder aktiviert wurden, öffnen Sie die Blockpalette, um Medien oder Einbettungen hinzufügen, darunter Karten und Kartentouren. In der Medienwerkzeugleiste sehen Sie ein Zahnradsymbol mit der Bezeichnung Optionen. Über diese Optionen wird ein Einstellungsfenster geöffnet, das je nach Medientyp entweder einen Reiter oder ein eigenes Fenster für die Barrierefreiheit enthält.
Neben dem Feld Alternativtext sehen Sie, sofern das KI-Tool für den jeweiligen Medientyp verfügbar ist, die Schaltfläche Vorschlagen. Klicken Sie auf diese Schaltfläche, und der Assistent erstellt einen Vorschlag für Ihr Medium. In den meisten Fällen wird ein Entwurf für einen Alternativtext generiert. Gelegentlich erhalten Sie jedoch eine Meldung, dass dem Tool nicht genügend Informationen zur Verfügung stehen, um einen Vorschlag zu erstellen.

Der Assistent kann für die meisten Medientypen Vorschläge für Alternativtexte erstellen, darunter Szenen, Webkarten, Express Maps und Apps. Für animierte GIFs, Videos oder den Swipe-Block-Container ist die Funktion nicht verfügbar. Allerdings funktioniert sie für jedes einzelne Medienelement innerhalb eines Swipe-Blocks.
Für Audio- und Videoinhalte sollten Sie zusätzlich einen kurzen Alternativtext bereitstellen sowie ein Transkript und Untertitel für die betreffenden Medien zur Verfügung stellen.
Den Entwurf des Vorschlags bearbeiten
Der Assistent erstellt einen Vorschlag auf Grundlage der Inhalte, die er erkennt. Manchmal entspricht der Entwurf bereits Ihren Anforderungen. Das Tool ist jedoch nicht fehlerfrei. Eine Person sollte die Inhalte überprüfen und bearbeiten, um sicherzustellen, dass sie aussagekräftig sind, und um zusätzliche Kontextinformationen für Ihr Publikum sowie für Suchmaschinenoptimierung (SEO) hinzuzufügen.
Es kann vorkommen, dass das Tool sehr allgemeine Alternativtexte erstellt, die zwar die Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen, für das Publikum oder für Suchergebnisse jedoch wenig hilfreich sind. Ebenso kann es das Motiv eines Mediums falsch identifizieren, wie im gezeigten Beispiel dargestellt.

Die Vorschläge, die für Webkarten, Szenen und ArcGIS Online-Apps erstellt werden, basieren auf den Informationen, die auf der Detailseite des jeweiligen ArcGIS-Elements hinterlegt sind. Wenn Sie die Metadaten möglichst vollständig ausfüllen, kann der Assistent bessere Vorschläge erstellen, die weniger Nachbearbeitung erfordern.
Wichtig ist, dass die Vorschläge für Alternativtexte eines Elements sehr ähnlich oder sogar identisch sein können, unabhängig davon, welche Ebene, welchen Maßstab oder welchen Kartenausschnitt der Karte oder App Sie verwenden. Das bedeutet: Wenn Sie mehrere ArcGIS-Medienelemente nutzen, die unterschiedliche Ebenen desselben Inhaltselements darstellen, sollten Sie den Alternativtext für jedes einzelne Medienelement individuell anpassen.

Ihr Fazit
Der Alternativtext-Assistent in ArcGIS StoryMaps kann Sie bei der Erstellung von Entwürfen für Alternativtexte unterstützen und so dazu beitragen, Ihre Storys barrierefreier zu gestalten. Er ist jedoch keine Ein-Klick-Lösung für Barrierefreiheit. Daher müssen Sie alle KI-generierten Inhalte überprüfen, um sicherzustellen, dass sie mit den Inhalten und der Aussage Ihrer Story übereinstimmen.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine deutsche Übersetzung eines ursprünglich auf Englisch veröffentlichten Artikels. Der Originalbeitrag kann hier aufgerufen werden:





