Es ist soweit. Das neue ArcGIS Pro 3.0 hat das Licht der Welt erblickt. Wie Sie es bekommen, welche Vorteile es bringt und worauf Sie vor und nach der Installation achten müssen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

ArcGIS Pro 3.0 erhalten

Die neue Version können Sie im My Esri Portal herunterladen. Hier finden Sie außerdem die empfohlenen Systemvoraussetzungen. Beachten Sie, dass Sie im Vorfeld die neue .NET 6 Desktop Runtime installieren müssen. Sie können ArcGIS Pro einfach über die bestehende englischsprachige Version installieren. Ihre Projektverbindungen und Daten bleiben erhalten und Sie können nahtlos an Ihren Projekten weiterarbeiten. Bisher ist die englische Sprachversion verfügbar. Das deutsche Sprachpaket wird in etwa 6 bis 8 Wochen zur Verfügung stehen und kann problemlos nachinstalliert werden.

Viele Änderungen unter der Haube

ArcGIS Pro 3.0 bietet viele Änderungen, die sich positiv auf die Performance und Produktivität auswirken. So sind die Projektdateien in einem neuen Format (JSON) gespeichert, was zu schnelleren Ladezeiten und geringerem Speicherbedarf führt. Außerdem können Punkt- und Gebäude-Szene-Layer schneller erstellt und 3D-Layer schneller dargestellt werden. Zur Produktivitätssteigerung wurden erweiterte Explorer-Funktionen integriert, mit denen Sie Pfade kopieren sowie Verzeichnisse und Projekt-Elemente kopieren und verschieben können.

Abwärtskompatibilität bei der Zusammenarbeit beachten

Aufgrund des geänderten Formates für Projektdateien in JSON sind Projekte, die Sie mit ArcGIS Pro 3.0 erstellt haben NICHT kompatibel mit ArcGIS Pro 2.x. Es gibt jedoch Wege, Ihre Projekte dennoch zugänglich zu machen. Exportieren Sie Ihre Projekte einfach als Projektpaket (.ppkx) und öffnen Sie diese in einer früheren ArcGIS Pro Version. Sollten Sie organisationsweit arbeiten, wird dennoch empfohlen, sämtliche Versionen Ihrer ArcGIS Pro Instanzen auf die Versionsnummer 3.0 zu aktualisieren. Für weiterführende Informationen lesen Sie sich die Dokumentation zum Update und zur Kompatibilität durch.

Neue Tools und Funktionen

Neben den Performance- und Produktivitätsverbesserungen gibt es eine Vielzahl neuer Tools zur Durchführung Ihrer Workflows. So können Sie Ihren Credit-Verbrauch beim (Rückwärts-)Geokodieren und der Nutzung des ArcGIS World Gecoding Service im Vorfeld – auch bei Batch-Aufträgen – abschätzen. Drei neue Hydro-Tools lassen Sie den Wasserverlauf anhand DGMs modellieren, ohne zuvor Mulden und Senken ausfüllen zu müssen. Die Anzahl von in Layern ausgewählten Features bekommen Sie in jedem GP-Tool angezeigt, sodass Sie direkt sehen, dass noch eine Auswahl vorhanden ist und Sie keinen Schritt mehr mehrfach durchführen müssen. Mit den neuen Druckvorlagen können Sie Karten und Szenen mit wenigen Klicks in einem beliebigen unterstützten Datenformat exportieren. Passen Sie Ihre Druckvorlagen an Ihre eigenen Bedürfnisse an und speichern Sie sie ab, um sie direkt im Menü zur Verfügung zu haben.

Zusätzlich können Sie jetzt über den Farbsinn-Simulator erkennen, ob Ihre Karten und Szenen auch für Menschen mit Farbwahrnehmungsstörungen eindeutig und erkennbar sind. So können Sie Farbkonflikte vermeiden und Ihre Daten für jeden zugänglich machen.

Abbildung 1: Farbsinn-Simulator

Weltweite 3D-Daten mit ArcGIS Living Atlas und OpenStreetMap

Erkunden und bearbeiten Sie die ganze Welt in 3D! Pünktlich zum Release von ArcGIS Pro 3.0 wurde der Living Atlas von Esri um weltweite 3D-Layer zu Gebäuden und Bäumen erweitert. Die Layer werden monatlich aktualisiert und sind somit stets auf dem neusten Stand.

Abbildung 2: Köln in 3D – die neuen OpenStreetMap 3D Scene Layer

Lust auf mehr? Informieren Sie sich über alle neuen Funktionen in ArcGIS Pro 3.0 im aktuellen „What’s New in ArcGIS Pro 3.0“ Video!