Das Schweizer Bundesamt für Strassen, ASTRA, geht der Frage nach, ob und wie Enterprise GIS Building Blocks als Architekturbausteine abgebildet und in deren Standard-ICT Prozesse eingebracht werden können. Hier gibt es Antworten. Von Hans Wirz, Head of Enterprise Integration bei Esri Schweiz.

Beim Bundesamt für Strassen ASTRA entstehen im Zuge des digitalen Wandels neue Anforderungen an ihre GIS-Infrastruktur. Das ASTRA macht sich bereit, mit diesen neuen Anforderungen adäquat umzugehen. Dazu wurde der Frage nachgegangen, wie eine state-of-the-art GIS-Architektur künftig aussehen muss. Ist es möglich, Enterprise GIS Building Blocks als Architekturbausteine in die Standard-ICT Prozesse einzubringen, sodass der Paradigmenwechsel von „GIS ist speziell“ nach „GIS ist Bestandteil eines zeitgemässen, professionellen ICT-Umfelds“ gelingt? 

Esri Schweiz hat das Enterprise Architektenteam vom ASTRA bei der Identifikation von Architekturbausteinen und deren Mapping in die bestehenden Architekturframeworks unterstützt. 


Wie das Vorgehen war, welche Resultate dabei entstanden sind und welche Erkenntnisse dabei gewonnen wurden, erfahren Sie auch im Spotlight „GIS-Bausteine in einer Enterprise Architektur“ auf dem Esri TechDay am 1. September von Hans Wirz, Head of Enterprise Integration bei Esri Schweiz und Rolf Mühlemann, Lead Architekt GIS beim ASTRA. 


  1. Die Herausforderung: 

Das ASTRA sieht sich konfrontiert mit einer verteilten, „organisch“ gewachsenen IT-Landschaft. Zahlreiche, themenspezifische Fachanwendungen nutzen Geodaten und enthalten GIS-Bestandteile. Viele thematische Abhängigkeiten liefern Potential für mehr Interoperabilität und die gemeinsame, standardisierte Nutzung von GIS.  

Aufräumen und Einsortieren ist angesagt. Aus diesem Grund hat das ASTRA die Zusammenarbeit mit Esri Schweiz gesucht. 

  1. Das Vorgehen : 

Das ASTRA ist der Frage nachgegangen, wie eine zeitgemässe GIS-Architektur auszusehen hat. Zusammen mit Esri Schweiz wurde versucht, eine lösungsunabhängige GIS-Architektur zu definieren. Auf Basis der Esri Enterprise GIS Building Blocks sollten Architekturbausteine identifiziert und beschrieben werden, welche sich in die Standard Architektur-Frameworks des Bundes integrieren lassen. 

  1. Die Resultate: 

Das Ergebnis zeigt eindeutig: GIS-Bausteine lassen sich nahtlos in die Enterprise Architektur integrieren. Dieser Mehrwert ist beachtlich, denn es zeigt sich, dass die Integration von Geofunktionalität in ein Standard ICT-Umfeld im Rahmen der strategischen Vorgaben des Bundes (z.B. „Digitale Schweiz“ und GI-Strategie Bund) stark an Wichtigkeit gewonnen hat. 

Insgesamt konnten 18 Architekturbausteine identifiziert und mit einem strukturierten Steckbrief beschrieben werden. Zusätzlich wurden Empfehlungen zur Umsetzung für alle Architekturbausteine gemäss den Esri Architecture Best Practices verfasst. Aus dem Esri Portfolio konnten 65 Lösungsbausteine zu den Architekturbausteinen zugeordnet werden. 

Event Tipp: 

Wie das Vorgehen zum Finden der Architekturbausteine und deren Einordnen in die Architekturframeworks des ASTRA im Detail erfolgte, erfahren Sie im Spotlight „GIS-Bausteine in einer Enterprise Architektur“ am Esri TechDay – dem virtuellen GIS-Event für die DACH-Region.