Mit der neuen Version von ArcGIS Urban erarbeiten Sie zukünftige Bebauungsszenarien direkt im Digitalen Zwilling der Stadt – und das plattformunabhängig im Webbrowser. Wir zeigen an einem Beispiel aus der Stadt Luzern, wie man ArcGIS Urban in der Planung und der Kommunikation einsetzen kann. Unter Einhalten gesetzlicher Vorgaben werden Zukunftsszenarien visualisiert, berechnet und der Bevölkerung veröffentlicht.

Strukturwandel und Bevölkerungsveränderung prägen die zukünftige Entwicklung unserer Städte. Stadtplanungsämter setzen zur Bewältigung dieser Herausforderungen auf ArcGIS Urban.

Erfahren Sie auf dem Esri TechDay am 1. September von Sophie Sturzenegger, Solution Engineer bei Esri Schweiz und von Michael Rüegsegger vom Geoinformationszentrum der Stadt Luzern, wie ArcGIS Urban in der Planung und Entwicklung von Arealen eingesetzt werden kann und welche neuen Funktionen ArcGIS Urban 2.0 bietet.


  1. Die Aufgabe:

Die Stadt Luzern wächst. Bis ins Jahr 2035 wächst die Bevölkerung um 20% (Quelle: Raumentwicklungskonzept 2018) und dies bedeutet, dass zusätzlicher Wohn- und Arbeitsraum entstehen muss.

Blick aufs 3D-Stadtmodell der Stadt Luzern mit detaillierter Visualisierung der Kapellbrücke: https://kapellbruecke.com/3d-karte-kapellbruecke/
  • Die Herausforderung:

Die Bau- und Zonenordnung (BZO) in der Stadt Luzern definiert, wie hoch gebaut werden darf, welche Nutzung erlaubt ist, welcher Anteil eines Flurstücks bebaut werden darf. Das Planungsamt definiert nun zukünftige Entwicklungsgebiete, erstellt Konzepte für die zukünftige Nutzung und beantragt gegebenenfalls eine Änderung der BZO, was dann von Parlament und Volk abgesegnet werden muss.

  • Die Lösung:

Mit ArcGIS Urban steht nun ein Werkzeug zur Verfügung, um im Webbrowser Zukunftsszenarios zu berechnen. ArcGIS Urban ist eine interaktive Planungsplattform, die Veränderungen direkt im 3D-Stadtmodell – im digitalen Zwilling der Stadt – visualisiert. Basierend auf den Regeln der BZO (maximale Höhe, maximale Anzahl an Stockwerken, erlaubte Nutzung, Ausnützungsziffer, Überbauungsziffer und Grenzabstände) werden pro Parzelle unterschiedliche Gebäudetypen geplant. Für ganze Areale, die in den nächsten Jahren und Jahrzenten neu gebaut oder umgenutzt werden, kann man verschiedene Szenarien erstellen und so die Auswirkung einer Zonenplanänderung oder einer Neuparzellierung visualisieren und berechnen.

Inhalte, die mit ArcGIS Urban erstellt werden, können jederzeit mit der Öffentlichkeit geteilt werden. Über die ArcGIS Urban Partizipationswerkzeuge wird die Bevölkerung in den Entscheidungsprozess direkt integriert und daraus resultierend entsteht eine transparente Kommunikation.


Testplanung Littauerboden mit berechneten Kapazitätsindikatoren und freigeschalteter Beteiligungsfunktion

Event-Tipp:

Welche Lösungen erfolgversprechend sind und weitere Tipps und Tricks rund um ArcGIS, Mapping, Data und Location Services erfahren Sie auf dem TechDay am 1. September – dem virtuellen GIS-Event für die DACH-Region.