Mit ArcGIS Enterprise 12.1 wird ArcGIS Velocity auch für On-Premises-Deployments verfügbar sein. Schon in Version 12.0 können Sie die neuen Funktionen vorab im Beta-Status testen.
ArcGIS Velocity ist die neue Generation des Real-Time GIS und war bisher nur als Software-as-a-Service Angebot in ArcGIS Online verfügbar. Dies ändert sich nun und mit 12.x wird ArcGIS Velocity schrittweise die Real-Time Funktionalitäten in ArcGIS Enterprise übernehmen.
Der GeoEvent Server hat diese Funktionalität für über 10 Jahre in ArcGIS Enterprise bereitgestellt und wird dies auch noch weitere Jahre tun, allerdings ist es Zeit für ein grundlegendes Technologieupgrade. ArcGIS Velocity basiert auf einem moderneren Technologie Stack und bringt sowohl aus betrieblicher als auch funktionaler Sicht viele spannende Verbesserungen mit sich.
Natürlich fällt sofort die moderne und intuitivere Benutzeroberfläche ins Auge, in der Sie einfacher wichtige Metriken anschauen können und Schritt für Schritt durch die Konfiguration von Feeds zum Einbinden der Datenströme begleitet werden. Und ja, für alle die Velocity als SaaS kennen … Velocity for Enterprise ist lila anstatt grün!

Bei den Feeds wird es zukünftig immer mehr Feeds zu direkten Partnerlösungen (Data Providers) geben, um es Ihnen noch leichter zu machen, Echtzeitdaten mit wenigen Klicks zu integrieren. Das Analyse Design wird, wie vom GeoEvent Server gewohnt, in einer Modell-Builder artigen Oberfläche gestaltet, nur alles etwas moderner und intuitiver.

Neben neuen Tools im Vergleich zum GeoEvent, wie z.B. Snap to Tracks ist die Implementation von Arcade zum Definieren von Bedingungen eines meiner persönlichen Highlights! Über Arcade kann auch auf bis zu 5 historischen Beobachtungen eines Tracks zugegriffen werden, was es erlaubt auf Veränderungen von z.B. Messwerten zu reagieren oder komplexere Analysen zu definieren.

Im Vergleich zum SaaS Angebot, werden bei Velocity for Enterprise nur die Real-Time und keine Big Data Analyse Funktionalität zur Verfügung gestellt, um auch nur die Funktionalität des GeoEvent Servers mittelfristig zu ersetzen. Der GeoEvent Server wird demnach abgekündigt werden, in Abhängigkeit davon, wann Velocity for Enterprise eine funktionale Äquivalenz erreicht hat. Der genaue Release steht demnach zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Auch nach der Abkündigung wird der GeoEvent Server mehrere Jahre im Rahmen des normalen Produktlebenszyklus zur Verfügung stehen, so dass die Migration in Ruhe geplant werden kann.
Für Velocity for Enterprise wird es vorerst kein SDK geben, Kunden mit selbst entwickelten Komponenten für den GeoEvent Server, sollten also überprüfen, ob diese mit den Möglichkeiten in Velocity abgedeckt werden können, z.B. über Arcade Ausdrücke im Falle von Prozessoren.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Analyse. Melden Sie sich bitte ebenfalls bei uns, wenn Sie Interesse haben, bereits am Beta Program von Velocity for Enterprise teilzunehmen.
Nach dem initialen Release als Single Node Deployment auf Windows und Linux stehen auf der Road-Ahead weitere Highlights, die vor allem aus Betrieblicher Sicht signifikante Verbesserungen im Vergleich zum GeoEvent versprechen. So wird voraussichtlich mit dem 12.2. Release bereits eine integriertes Fail-Over System beim Deployen von 2 Velocity Instanzen auf Windows und Linux ermöglicht, was den Betrieb in Umgebungen mit hoher Verfügbarkeit dramatisch vereinfacht. Darüber hinaus wird für Linux Deployments in den folgenden Releases an einer vertikalen Skalierung über 3+ Instanzen hinweg gearbeitet.
Wir freuen uns wahnsinnig auf das neue Jahr 2026 und wollen mit Ihnen mit voller Geschwindigkeit aka. Velocity ins neue Zeitalter der Echtzeitdatenverarbeitung in ArcGIS starten!




