Mit der Verzweigungsversionierung wird das gleichzeitige Bearbeiten von Daten (Feature-Services) durch mehrere Benutzer im Web-GIS möglich. Wichtig ist die dafür die sorgfältige Vorbereitung der Daten.

Die Verzweigungsversionierung bringt neue Funktionen in die sich rasch verändernde Welt der Feature-Services, wie zum Beispiel die gleichzeitige Bearbeitung durch mehrere Benutzer.

Die Aufbereitung der Daten, mit denen diese Funktionen genutzt werden sollen, könnte neue Benutzer entmutigen, ist jedoch für diese service-basierten Arbeitsprozesse von entscheidender Bedeutung.

Im zweiten Blogbeitrag zum Thema „Verzweigungsversionierung“ stellen wir die einzelnen Arbeitsschritte vor. Damit wird die Bereitstellung von Services mit Verzweigungsversionierung ein Kinderspiel.

Bereitstellung eines nach Verzweigung versionierten Feature-Service

Um eine Featureclass als Feature-Service mit Versionsverwaltungsfunktionen bereit zu stellen, sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  • Die Featureclass in der Enterprise Geodatabase mit Global-Ids ausstatten und das Editor-Tracking aktivieren.
  • In ArcGIS Pro eine Datenbankverbindung zur Featureclass mit dem Versionierungstyp „Verzweigung“ herstellen.
  • Über diese Datenbankverbindung die Featureclass als versioniert registrieren.
  • Sicherstellen, dass die Datenquelle beim Server registriert ist.
  • Die Featureclass im Portal als Web-Layer freigeben – dabei vorher in der Konfiguration des Web-Layers die Versionsverwaltung aktivieren.

Versionsverwaltung in der Konfiguration des Web-Layers aktivieren. 
Über die Datenquellen-Ansicht werden die Funktionen der Versionierung aktiviert. 

Was macht die Verzweigungsversionierung so effektiv gegenüber der traditionellen Versionierung?

  • Ein einfaches Datenmodell im Hintergrund garantiert eine hohe Performance.
  • Jede Datenoperation ist datenbanktechnisch ein INSERT in der Tabelle. Damit erhält man eine vollständige Historie aller Operationen und realisiert auf diese Weise die Undo/Redo-Mechanismen während einer Editiersitzung.
  • Eine vereinfachte flache Architektur erleichtert die Administration: die DEFAULT-Version ist immer die Parent-Version, von der die Child-Versionen abgeleitet werden. Grandchild-Versionen sind nicht erlaubt.
  • Die einzige Möglichkeit Versionierung für Feature-Services zu realisieren.
  • Eine Komprimierung der Daten – wie in der traditionellen Versionierung – ist nicht erforderlich.

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