Die Blending-Optionen bestimmen, wie Layer visuell miteinander agieren.

Wer kennt es nicht: Die Informationen zweier oder mehrerer Layer werden in einer Karte dargestellt. Bei einem Layer wird die Transparenz verändert, damit beide gut sichtbar sind, wie z. B. die Basemap mit Schummerung. Dadurch wirken die Farben aber meist ausgewaschen und nicht mehr so kräftig.

Mit den Blending-Eigenschaften im ArcViewer Beta ist das Geschichte. Die Blending-Optionen bestimmen, wie Layer visuell miteinander agieren. Zu finden sind diese in ArcGIS Online. Entweder über den App-Bereich oder beim Öffnen einer schon vorhandenen Web Map:

Abb.: Öffnen über den App-Bereich
Abb.: Öffnen in einer bereits vorhandenen Web Map

In Folgendem werden nur ein paar Blending-Möglichkeiten vorgestellt, eine Übersicht aller 32 Methoden ist hier zu finden.

Im Map Viewer Beta können neue Layer über die linke oberste Schaltfläche „Layer“ hinzugefügt werden.

Abb.: Layer hinzufügen

Durch einen Klick auf den zu bearbeitenden Layer, öffnen sich rechts die Layereigenschaften, Blending-Optionen sind an vierter Stelle gelistet.

Abb.: Die Blending-Optionen finden Sie bei den Layereigenschaften (Properties).

Multiply

Mit der Multiply-Methode wird ein Layer dem anderen hinzugefügt. Ein klassisches Beispiel hierfür wäre ein Schummerungslayer in Graustufen und ein weiterer Layer, wie der Bevölkerungsdichte. Beide Layer erscheinen in den vorgegebenen Farben, keiner wirkt ausgewaschen.

Animation: Beispiel für die Multiply-Methode


Difference

Der Blending-Style „Difference“ stellt, wie der Name schon sagt, die Differenz zweier Layer dar. So kann beispielsweise eine Schummerung über eine normalerweise dunkle Basemap gelegt werden. Durch die Subtraktion der beiden Layer erscheint die Basemap nun heller.

Abb.: Vorher: Dunkle Basemap und transparente Schummerung; beide Layer wirken  ausgewaschen.
Abb.: Nachher: „Difference“ kombiniert beide Layer und visualisiert in diesem Fall die eigentlich dunkle Basemap in einem Orangeton.

Color

Mit dem Blending-Style „Colour“ werden Farbe, Helligkeit und Sättigung der verwendeten Layer kombiniert. Legt man beispielweise eine dunkle Basemap unter einen farbigen Layer, so wird Farbton und Sättigung des bunten Layers übernommen und die Helligkeit des darunterliegenden Layers verwendet.

In diesem Beispiel bleiben Meeresregionen dunkel und bunte Landmassen setzen sich davon ab.

Abb.: Relief im Vintagelook
Abb.: Relief im Vintagelook, verschnitten mit dunkler Firefly Basemap: 3D-Effekt wird hervorgehoben.

Destination atop

Die Blending-Methode „Destination atop“ eignet sich hervorragend für die Verschneidung von Punktdaten mit flächenfüllenden Daten, wie Statistiken.

In diesem Beispiel wurde ein Layer, der den prozentualen Anteil städtischer Bevölkerung pro Land angibt (Farbe), mit einem Punktlayer der globalen Bevölkerung (Punktgröße) verschnitten. Auf den Punktlayer wurde anschließend die Blendingmethode angewendet.

Abb.: Kombination von Farbe und Form: Punktlayer mit Polygonlayern verschneiden.

Viel Spaß mit den neuen Visualisierungsmöglichkeiten durch “Colour Blending”!

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