ArcGIS Pro 3.7 ist da! Die Version bietet neue Funktionalitäten, die das Duplizieren von Karten überflüssig machen, frühzeitig auf potenzielle Performance-Probleme hinweisen und viele gängige Workflows beschleunigen. Neben den neuen Geoverarbeitungswerkzeugen zum automatischen Extrahieren von Features aus gescannten Karten sowie der Möglichkeit, die Sichtbarkeit von Layern in Layouts nach Kartenrahmen zu steuern, sorgen die vielen Verbesserungen für eine erhöhte Effizienz und Planbarkeit bei der Arbeit mit und in ArcGIS Pro. Einen Vorgeschmack auf die Verbesserungen, Neuerungen und Highlights erhaltet Ihr, wenn Ihr weiter lest.
Erfahren Sie mehr über die Highlights dieser Version in diesem Blogbeitrag oder im folgenden Video:
Neuerungen
Von angepassten Werkzeugleisten bis hin zur Extraktion von Linien und Polygonen aus gescannten Bildern: Ausgewählte Neuerungen im Überblick.
Steuern der Layer-Sichtbarkeit nach Kartenrahmen
Diese neue Funktion macht es nicht mehr notwendig, eine Karte zu duplizieren, um ein anderes Layer-Set anzuzeigen. In einem Layout mit mehreren Kartenrahmen, die auf dieselbe Karte verweisen, können nun Layer in einem Kartenrahmen ein- und ausgeschaltet werden, ohne die anderen zu verändern.
Dies erleichtert beispielsweise die Erstellung von vergleichenden Layouts, Kartensammlungen oder Berichten, bei denen ein Kartenrahmen den regionalen Kontext zeigt und ein anderer spezifische Details hervorhebt, ohne dass Inhalte dupliziert werden müssen. Dadurch bleibt das Projekt übersichtlich und redundante Karten gehören der Vergangenheit an. Lesen Sie diesen Blogbeitrag, um mehr zu erfahren.
Anpassung von Werkzeugleisten
Mit benutzerdefinierten Werkzeugleisten müsst Ihr nicht mehr so häufig zwischen Registerkarten wechseln. In ArcGIS Pro 3.7 erstellt Ihr eigene WerkzeugleistenWerkzeugleisten so anpassen, dass sie die Werkzeuge und Aktionen enthalten, die Sie am häufigsten verwenden. Dies ist besonders hilfreich, wenn Ansichten von der Hauptanwendung abgekoppelt und auf einen anderen Monitor gezogen werden.

Analyse der Karten-Performance
Verschafft Euch einen klaren Überblick darüber, ob und an welcher Stelle Eure Karten Performance-Probleme haben könnten, z.B. bedingt durch die Symbolisierung oder Beschriftung. ArcGIS Pro 3.7 führt die Funktionalität Karte analysieren ein, die viele potenzielle Performance-Probleme sowie Lösungsvorschläge aufzeigt.
Es gibt drei Kategorien potenzieller Probleme, die angezeigt werden können, geordnet nach Priorität: Fehler (muss behoben werden), Warnung (sollte behoben werden) und Meldung (kann optional behoben werden, verbessert aber die Performance).
Extraktion von Linien und Polygonen aus gescannten Bildern
Mit dieser neuen Funktionalität reduziert Ihr den manuellen Digitalisierungsaufwand bei der Arbeit mit gescannten Kartenbildern: ArcGIS Pro 3.7 führt die Geoverarbeitungswerkzeuge Gescannte Linien extrahieren und Gescannte Polygone extrahieren ein, die automatisch Features aus gescannten Kartenbildern generieren. Extrahiert Linien für Elemente wie Höhenlinien, Flüsse oder Bodengrenzen und extrahiertPolygone für Elemente wie Gebäudegrundrisse oder Flächennutzungsgebiete.
Weitere neue Funktionen
- Neue Dokumentation: Die neue Dokumentation sowohl für die Online- als auch für die Offline-Hilfe bietet eine komplett überarbeitete Experience. Die Online-Hilfe wurde von pro.arcgis.com auf doc.esri.com verlegt. Auf die Offline-Hilfe greift Ihr nun über das ArcGIS Documentation Center mit einer einheitlichen Bedienoberfläche zu.
- Telekommunikationsnetzarten: Dem Umfang und der Komplexität realer Telekommunikationsnetze werdet Ihr mit der neuen Konfiguration für Telekommunikationsnetzarten in ArcGIS Utility Network gerecht.
- Embeddings-basierte Analyse: Verwandelt Bilddaten, geographische Features und Text in KI-generierte Vektordarstellungen, um mit den Werkzeugen im neuen Toolset GeoAI für Embeddings-basierte Analysen Muster und Ähnlichkeiten leichter zu erkennen.
- File-Wissensgraph: Erstellt und verwaltet einen File-Wissensgraph in ArcGIS Pro in einem lokalen Ordner, ohne dass ArcGIS Enterprise erforderlich ist. Durch die Erstellung dieses Datenmodells, das reale Systeme abbildet, könnt Ihr Beziehungen zwischen räumlichen und nicht-räumlichen Daten analysieren, um Muster und Trends zu erkennen sowie Erkenntnisse zu gewinnen.
Verbesserungen
- Systemfavoriten freigeben: Eure häufig verwendeten Elemente wie Styles, Ordner, Datenbanken, Serververbindungen und mehr sind nun unter Eigene Favoriten organisiert. Diese Version bietet Administrierenden die Möglichkeit, Systemfavoriten freizugeben, wodurch jedes Teammitglied konsistenten Zugriff auf die von Ihrer Organisation festgelegten Elemente erhält, die neben den persönlichen Favoriten angezeigt werden.
- Features anhand der Geometrie auswählen: Wählt Features anhand der zugrunde liegenden Geometrie statt anhand der Symbolisierung aus. Dies ist besonders hilfreich, wenn es auf Präzision ankommt, da es die Genauigkeit bei der Arbeit mit Elementen wie gestrichelten Linien, Versätzen oder komplexen Symbolen verbessert.
- Intelligentere Suche nach Symbolen: Stellt sicher, dass die semantische Suche aktiviert ist, um die neue Möglichkeit zu nutzen, Symbole mithilfe natürlicher Sprache und konzeptioneller Begriffe zu suchen. Dies erleichtert das Auffinden eines passenden Symbols erheblich, ohne dass Euch der genaue Name bekannt sein muss. Sucht beispielsweise nach Symbolen, indem Ihr Begriffe wie Notfall oder medizinisch eingebt, und erhaltet relevante Symbole, selbst wenn diese eine andere Terminologie verwenden.
- Definitionsabfragen duplizieren und sortieren: Dupliziert und sortiert Eure Definitionsabfragen, um mehrere Filter mit ähnlichen Komponenten einfacher zu verwalten.
- Geoverarbeitungsverlauf dokumentieren: Zuvor ausgeführte Werkzeuge werden gespeichert und können im Geoverarbeitungsverlauf eingesehen werden. Ihr und Euer Team können in Zukunft davon profitieren, wenn Ihr diesen Einträgen zusätzlich beschreibende Notizen hinzufügt, um besser zu dokumentieren, was ausgeführt wurde und warum.
- Darstellung in Layouts anhalten: Sorgt für einen reibungslosen Ablauf Eurer Layout-Arbeit mit der Schaltfläche Darstellung anhalten, die nun alle dynamischen Layout-Elemente vollständig pausiert. So könnt Ihr weitere Änderungen vornehmen, ohne jedes Mal warten zu müssen, bis das Layout neu dargestellt wird.
- Python-Umgebungen klonen: Klont Python-Umgebungen ganz einfach auf nicht vernetzten Rechnern. Dies ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Erstellung von Umgebungen unter sicheren oder Offline-Bedingungen, wodurch es einfacher wird, Änderungen zu testen, Probleme zu beheben oder einheitliche Python-Konfigurationen teamübergreifend zu nutzen.
- Die Grundkarte Google Photorealistic 3D anpassen: Optimiert die Nutzung der Grundkarte Google Photorealistic 3D, indem Ihr Teile des Mesh-Layers ersetzt und eigene, detailliertere Daten einfügt. Dies ermöglicht eine flexiblere 3D-Visualisierung und -Analyse, ohne dass ganze Oberflächen neu erstellt werden müssen.
Optimierungen
- ArcGIS Pro-Kartendateien (.mapx) und Layout-Dateien (.pagx) verfügen nun über eine höhere Darstellungsgeschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit, sodass sie deutlich schneller importiert werden können.
- Die Performance von LAZ-Dateien wurde verbessert, indem die Möglichkeit geschaffen wurde, Statistiken zu generieren, einen räumlichen Index zu erstellen und LAZ-Dateien parallel zu dekomprimieren.
- Das Löschen von Features in einer Beziehungsklasse erfolgt nun schneller.
Mit diesem Blogbeitrag habt Ihr einen kleinen Einblick erhalten, wie die vertrauten Werkzeuge verbessert und mit vielen neuen Funktionalitäten ausgestattet wurden, damit Ihr mit ArcGIS Pro noch mehr erreichen können. Stöbert durch die ArcGIS Pro-Hilfe, um alle Neuerungen und Verbesserungen zu entdecken (bald auch in deutscher Sprache!). Happy Mapping!
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- Die Beta-Testphase für ArcGIS Pro 3.8 beginnt im September: Treten Sie unserer Early Adopter Community (EAC) bei, um die neuen Funktionalitäten zu testen und Feedback zu geben, bevor diese veröffentlicht werden.




