In Unternehmen werden immer mehr Daten analysiert und bewertet. Eine Auswertung der Rohdaten war bisher Spezialisten vorbehalten – Esri schafft mit einer neuen ArcGIS Desktop-Extension Abhilfe.

Mit dem Smart Data Analyser (SDA) bietet Esri eine ArcGIS Desktop-Erweiterung, die dem Anwender diese Möglichkeiten nun einfach und schnell bereitstellt. Jeder GIS-Anwender kann – auch ohne entsprechende Abfrage- oder Scriptsprachen-Kenntnisse – Massendaten überprüfen (Data Cleansing), analysieren, die gewonnenen Ergebnisse teilen und in einer Karte weiter bearbeiten.

Eine Erweiterung für die Arbeit mit Massendaten der Esri Deutschland GmbH

Der SDA setzt dabei auf die bewährte In-Memory Technologie der InfoZoom®-Produktreihe des Fraunhofer Instituts, die bereits bei über 1.000 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen erfolgreich im Einsatz ist.

Tabellen (CSV- und txt-Dateien) werden dazu mit Hilfe eines Importassistenten in den SDA geladen oder direkt aus der Zwischenablage in den SDA kopiert. Hier werden umgehend alle auszuwertenden Datensätze vollständig verdichtet auf der Bildschirmseite dargestellt; es ist kein Scrollen über die Datensätze mehr nötig. Inhalte werden zeilenweise sortiert und identische Werte direkt zusammengefasst. Die Ansicht ist interaktiv und passt sich den gewünschten Selektionen und Analysen automatisch an.

Defizite in der Datenqualität werden sofort sichtbar. Diese Ansicht ermöglicht es, auch bisher nicht bekannte Zusammenhänge mit wenigen Klicks aufzudecken. Entscheidern werden dadurch innerhalb von wenigen Sekunden verlässliche Datenanalysen an die Hand gereicht.

Abbildung 1: Unterschiedliche Ansichten auf den gleichen Datenbestand: rechts die spezielle Info-Zoom® Ansicht, in der alle Daten in einer Übersicht dargestellt werden.

Der Weg zu den Analyseergebnissen kann gespeichert, der Workflow somit erneut verwendet oder Kollegen zur tieferen Analyse zur Verfügung gestellt werden.

Industrie 4.0 funktioniert nur mit „sauberen“ Daten – der Smart Data Analyser unterstützt Sie dabei

Big Data-Auswertungen führen nur zu den gewünschten tieferen Einblicken in die Daten, wenn diese von Fehlern und Dateninkonsistenzen befreit wurden.

Der SDA ist dabei vor allem als Ergänzung zu vorhandenen BI-Lösungen zu sehen. Er ergänzt diese Softwaretools um Funktionen hinsichtlich der Datenqualität, Datenübersicht, Datenplausibilität, Datenbereinigung, Ergebniskontrolle, etc.

Beispielsweise werden bei Attributwerten von Rohdaten wie etwa CSV, TXT oder InfoZoom-Dateiformaten unterschiedliche Schreibweisen wie z.B. Frankfurt am Main, Frankfurt a.M., FFM, etc. vom Anwender sofort erkannt und können unmittelbar in der Datengrundlage korrigiert werden – ohne Editiersitzungen oder vielfache Selektionen. Danach kann die saubere Datengrundlage auf eine Karte gebracht werden.

Bidirektionalität zwischen Karte und Tabelle

Der Smart Data Analyser ist in die Arbeitsoberfläche von ArcGIS Desktop integriert und erlaubt so die Verwendung der ArcGIS Desktop-Tools direkt mit den Massendaten.

Abbildung 2: Alles auf einer Oberfläche – der Smart Data Analyser in ArcGIS Pro.

Viele neue Funktionen

  • Open311-Implementierung in der neuen Version
    Mit Version 3.2 können nun Open311-Daten deutscher Städte direkt eingelesen und entsprechend aufbereitet werden. Einen Überblick über die Städte, die das offene Format Open311 bereits einsetzen, finden Sie hier.

Abbildung 3: Import-Dialog für Open311-Daten. Mit drei Klicks die frei zur Verfügung stehenden Daten in der Karte visualisieren.

Ein Beispiel für die Meldungen der Stadt Bonn finden Sie im entsprechenden Operations Dashboard.

Die Daten können vor der Nutzung in ArcGIS Pro zeitlich gefiltert, aufbereitet und editiert werden, bevor sie in der Karte verortet und dort weiter analysiert werden.

  • Statistiken
    Die neue SDA-Statistik-Übersicht gibt einen schnellen Überblick über das Maß der Datenbefüllung. Ein beispielhafter Wert von 75% zeigt Ihnen an, dass beim Datensatz ggf. die Inhalte überprüft werden müssen, der Import in Ihr System nur zum Teil erfolgt ist oder die Daten schlicht nicht befüllt wurden. Diese Statistik kann in die Zwischenablage kopiert und Kollegen z.B. als Excel-Datei zur Verfügung gestellt werden. Diese wertvollen Informationen verbessern den Daten-Workflow in Ihrem Unternehmen und Sie verlieren keine wichtigen Daten im Analyseprozess.

Abbildung 4: Die Daten der Stadt Bonn sind insgesamt „nur“ zu 63% befüllt. Wie sich die einzelnen Spalten darstellen, erschließt sich auf einen Blick. Oben links findet sich der Button zum Kopieren in die Zwischenablage.

Smart Data Analyser – Datenplausibilität und Datenanalyse per Klick

Der SDA unterstützt ein einheitliches Verständnis der Daten und stellt valide Ergebnisse für Entscheidungsprozesse zur Verfügung. Die Datenprüfung ist mit wenigen Klicks erledigt, so dass Sie schnell zum Ergebnis kommen.

Testen Sie den Smart Data Analyser jetzt 60 Tage kostenfrei. Hier finden Sie weitere Produktinformationen.