Mit wenigen Klicks in ArcGIS Pro können Daten als Feature-Services mit Verzweigungsversionierung in ArcGIS Enterprise bereitgestellt und vielen Benutzern zur gleichzeitigen Bearbeitung verfügbar gemacht werden. In diesem 3. Blogbeitrag zur Verzweigungsversionierung befassen wir uns mit der Anwendung der in den vorausgegangenen Blogs beschriebenen Funktionen: von der Erstellung und Verwaltung von Versionen bis hin zur versionierten Bearbeitung, wie es möglicherweise in Ihrer Organisation erforderlich sein könnte. 

Erstellen einer Version für einen Feature-Service mit Verzweigungsversionierung

Im ersten Schritt wird der vorbereitete Feature-Service in ArcGIS Pro über den Bereich Katalog in einer Kartenansicht eingebunden. Hier besteht kein Unterschied zu anderen Services. Der Unterschied liegt im Hintergrund – in Form von Versionsverwaltungsfunktionen dieses Services.

Sobald der Feature-Service in die Kartenansicht eingebunden ist, stehen die Versionsverwaltungsfunktionen im Bereich Inhalt auf der Registerkarte Datenquelle zur Verfügung. In der Gruppe Versionierung findet man auch das Werkzeug, um eine neue Version anzulegen.


Das Menü zur Versionierung über die Ansicht der Datenquelle

Das Menü zur Versionierung über die Ansicht der Datenquelle

Die Arbeitsschritte zum Erstellen einer neuen Version

  • Über die Registerkarte Portal im Bereich Katalog den Service über die rechte Maustaste die Funktion zu aktueller Karte hinzufügen ausführen.
  • Im Bereich Inhalt nach Datenquelle auflisten anklicken und die Default-Version des Feature-Service auswählen.
  • Im Menüband Versionierung über Neue Version den Dialog für das Anlegen einer neuen Version öffnen.
  • Der neuen Version einen Namen geben, eventuell auch eine Beschreibung, und die Zugriffsrechte definieren:
    • Privat – Nur der Inhaber der Version, der Besitzer des Feature-Services oder der Portaladministrator können die Version anzeigen und bearbeiten.
    • Geschützt – Jeder Portalbenutzer kann anzeigen, der Besitzer des Feature-Services oder der Portaladministrator können die Version bearbeiten (wenn er über den richtigen Benutzertyp und den richtigen Zugriff auf den Feature-Layer verfügt).
    • Öffentlich – Jeder Portalbenutzer kann anzeigen und bearbeiten (wenn er über den richtigen Benutzertyp und Zugriffsrechte auf den Feature-Service verfügt).
  • In der Karte in die neue Version wechseln: entweder über das Kontrollkästchen in dem Neue Version Dialog oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenquelle des Feature-Service und wählen Sie Version ändern aus.

Was sollte man bei den Berechtigungen und hinsichtlich Sperren beachten?

  • Die gute Praxis wäre, eine geschützte Default-Version zu benutzen.
  • Die Redakteure greifen ausschließlich auf private oder öffentliche Bearbeitungsversionen zu, um die Daten zu bearbeiten.
  • Nur Administratoren, die Zugriff auf die Default-Version haben, dürfen Bearbeitungsversionen Abgleichen und Zurückschreiben sowie auftretende Konflikte lösen.
  • Bearbeitungsversionen unterstützen jeweils nur einen Bearbeiter. Wenn auf eine Bearbeitungsversionen zugegriffen wird, wird der zugrunde liegende Web-Service gesperrt, um andere Benutzer an der gleichzeitigen Bearbeitung zu hindern.

Abgleichen und Zurückschreiben

Bearbeitungen in Bearbeitungsversionen sind in der Default-Version nicht sichtbar. Um diese Änderungen anderen zugänglich zu machen, müssen die Änderungen mit der Default-Version zusammengeführt werden.

Die Registerkarte und Gruppe „Versionierung“ in ArcGIS Pro enthält alle Werkzeuge, die zum Abgleichen und Zurückschreiben von Bearbeitungen erforderlich sind.

  • Abgleichen – alle in der Default-Version vorgenommenen Änderungen werden in die angegebene Bearbeitungsversionen übertragen. Dies sollte immer vor dem Zurückschreiben erfolgen, um festzustellen, ob Konflikte zur Überprüfung vorliegen.
  • Zurückschreiben – Änderungen in der Bearbeitungsversionen werden in die Default-Version übertragen. Damit ist der Zusammenführungsprozess zwischen den Versionen abgeschlossen.

Änderungen in den Bearbeitungsversionen in die Default-Version zurückschreiben

Änderungen in den Bearbeitungsversionen in die Default-Version zurückschreiben

Weitere Blogbeiträge zur Verzweigungsversionierung: