OLE-DB ist seit vielen Jahren ein standardisierter Zugriffsmechanismus auf vielerlei Arten von Tabellen – z.B. Textdateien, Excel- oder SQL-Datenbank-Tabellen. Dieser schreibgeschützte Zugriff ermöglicht Abfragen auf Datenstrukturen, die über den Datenbankverbindungsdialog in ArcGIS Desktop oder ArcGIS Pro nicht unterstützt werden.

Dieser Mechanismus, der schon lange in ArcGIS Desktop zur Verfügung stand, ist jetzt auch in ArcGIS Pro 2.6 implementiert worden.

OLE-DB-Treiber installieren

Voraussetzung für das Zustandekommen einer OLE-DB-Verbindung ist die Installation eines für die Zielstruktur spezifischen OLE-DB-Treibers auf dem Desktop, auf dem auch ArcGIS Pro installiert ist.

Damit Sie beispielsweise auf Tabellen einer Microsoft Access Datenbank zugreifen können, muss der Treiber Microsoft Access Database Engine 2016 Redistributable heruntergeladen und installiert werden. Dieser Download installiert eine Reihe von Komponenten, die die Übertragung von Daten zwischen vorhandenen Microsoft Office-Dateien wie Microsoft Office Access-Dateien (* .mdb und * .accdb) und Microsoft Office Excel (* .xls, * .xlsx und *.xlsb) und anderen Anwendungen ermöglichen.

OLE-DB-Verbindung konfigurieren

In ArcGIS Pro wird im Katalog die OLE-DB-Verbindung konfiguriert.

Abbildung: Aufruf des Dialogs zur Konfiguration eine OLE-DB-Verbindung

Der erste Teil des Dialogs gibt eine Übersicht über alle verfügbaren OLE-DB- Treiber. Wählen Sie hier den zu ihrer Zieltabelle passenden Provider aus – z.B. den Microsoft Office 16.0 Access Database Engine OLE DB Provider, um auf eine .accdb-Datenbankdatei zugreifen zu können.

Abbildung: Auswahl des OLE-DB-Providers

Im nächsten Teil des Dialogs (Button Next >>) müssen die erforderlichen Verbindungsparameter für den Treiber definiert werden. Im Falle unserer Access-Datenbank ist die Angabe des Datei-Pfads zur .accdb-Datei ausreichend.

Abbildung: Verbindungsparameter definieren

Mit dem Button Test Connection kann überprüft werden, ob ein Zugriff prinzipiell möglich ist. Ist dies der Fall, wird dies mit der Meldung Test connection succeeded bestätigt – andernfalls erhalten Sie eine Fehlermeldung.

Abbildung: Verbindungsfehler

An dieser Stelle wird die Konfiguration mit OK beendet, im Projektverzeichnis wird eine .odc-Datei angelegt (OLE DB Connection.odc) und in den Katalog des Projektes übernommen.

Abbildung: Neue OLE-DB-Verbindung im Katalog

OLE-DB-Verbindung öffnen

Diese OLE-DB-Verbindung können Sie im Katalog umbenennen, um über die Bezeichnung mehr Informationen zum Inhalt zu präsentieren. Entsprechend wird auch die .odc-Datei im Projektverzeichnis umbenannt.

Abbildung: Umbenannte OLE-DB-Verbindung

Mit einem Doppelklick auf die angezeigte Datei im Katalog kann man die Verbindung öffnen oder auch wieder schließen. Die in der geöffneten Ansicht angezeigten Tabellen können Sie nun per Drag-and-Drop in die aktuelle Karte übernehmen.

Abbildung: Geöffnete OLE-DB-Verbindung

Über das Kontext-Menü der angezeigten Tabellen stehen noch weitere zusätzliche Funktionen zur Verfügung.