ArcGIS Pro ist eine 64bit-Anwendung und nutzt die moderne Computerarchitektur voll aus. Dabei sind die Anforderungen an die Hardware höher als bei ArcMap: eine optimale Rechnerkonfiguration sollte gegenüber ArcMap eher 16 als 8 GB Ram Arbeitsspeicher haben. Eine genaue Auflistung der empfohlenen Systemausstattung finden Sie hier.

Eine Grafikkarte mit 2, besser 4 GB RAM ist ebenfalls zu empfehlen, um die perfekte und schnelle Darstellung auch größerer Daten zu gewährleisten. Achten Sie dabei unbedingt auf den aktuellsten Grafikkarten-Treiber des jeweiligen Herstellers. Bei der Verwendung mehrerer Grafikkarten sollte sichergestellt sein, dass ArcGIS Pro tatsächlich die hochwertigste Karte verwendet.

Falls Sie neben Ihrer Onboard-Grafikkarte zum Beispiel ein Nvidia-Modell besitzen, können Sie die Grafikkarte einzelnen Programmen zuweisen (siehe Screenshot unten):

  1. Starten Sie die „Nvidia Systemsteuerung“.
  2. In der linken Spalte wählen Sie „3D-Einstellungen verwalten“ und wechseln in den Tab „Programmeinstellungen“.
  3. Wählen Sie aus der Liste „ArcGIS Pro“ aus. Sollte es nicht gelistet sein, können Sie die Exe-Datei manuell über „Hinzufügen“ auswählen.
  4. Anschließend wählen Sie im zweiten Dropdown-Menü den Eintrag „Nvidia Hochleistungsprozessor“ und schließen die Systemsteuerung.
  5. Alternativ können Sie auf die gleiche Weise im Tab „Globale Einstellungen“ die Nvidia-Grafikkarte für alle Programme aktivieren.

Dennoch können Performance-Probleme auftreten, insbesondere in diesen Bereichen:

  • Langsames Arbeiten mit Webkarten oder -Layern, in der Regel bei instabilen Netzwerkverbindungen. In diesem Fall sollten Sie Ihre Netzwerkverbindung mit geeigneten Tools prüfen.
  • Erneut langsamer Bildaufbau nach jeder Navigation in der Karte, kann häufig durch die Konfiguration der Caching Optionen der jeweiligen Layer behoben werden.

Performance Diagnose

  • Dieser Artikel von Esri Inc. beschreibt sehr detailliert, wie Performance-Probleme analysiert und behoben werden können. Die Tipps reichen von der Diagnose über den „Drawing indicator“ bis zum Einsatz des Diagnose-Werkzeugs ArcMon
  • Auch gibt es mit dem PerfTools Addin für ArcGIS Pro eine weitere Möglichkeit, die Darstellungszeiten Ihrer Karten genauer zu untersuchen

ArcGIS Pro in virtualisierten Umgebungen

ArcGIS Pro kann in vielen virtualisierten Umgebungen, wie z. B. Windows Hyper-V, VMWare und Citrix XenDesktop, als gehostete Anwendung ausgeführt werden. In diesem Fall spielt die Grafik-Hardware eine sehr bedeutsame Rolle, gerade um 3D-Inhalte performant visualisieren zu können. Für optimale Benutzerfreundlichkeit wird deshalb ein mit Ihrer Virtualisierungsplattform kompatibler Grafikprozessor empfohlen.

Auch in den folgenden Umgebungen kann ArcGIS Pro verwendet werden: Azure RemoteApp, Microsoft App-V und VMware App Volumes. Für nähere Informationen zu unterstützten Versionen lesen Sie bitte die Systemanforderungen.

Zum Thema Virtualisierung von ArcGIS Pro hat Esri Inc. ein White Paper und aktuelle Informationen im ArcGIS Blog bereitgestellt.